Eine Heiligtumsfahrt mit dem Kindergarten

Von: Anna Petra Thomas
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Vom Kindergarten St. Hedwig in Heinsberg führte die Wallfahrt der Kinder zunächst hinauf zur Schlangenkapelle. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg/Waldfeucht. Die Kinder der fünf katholischen Kindergärten in der GdG Heinsberg-Waldfeucht pilgern vom Kindergarten St. Hedwig zur St. Gangolf Kirche. Auf rote Herzen haben sie alles gemalt und aufgeschrieben, was sie auf dem Herzen haben.

Am Anfang stand die Idee, mit den Kindern der fünf katholischen Kindergärten in der GdG Heinsberg-Waldfeucht an einer Heiligtumsfahrt in Mönchengladbach oder Aachen teilzunehmen. „Dann haben wir in unserer Leiterinnenrunde überlegt, statt zu einer Mammutveranstaltung mit den Kindern lieber im Kleinen zu pilgern“, erzählt Brigitte Minkenberg, Leiterin des Kindergartens St. Marien in Unterbruch.

Und so trafen sich die Leiterinnen der fünf Kindergärten jeweils mit ihren Vorschulkindern am Kindergarten St. Hedwig an der Sittarder Straße, um von dort aus eine Heiligtumsfahrt der kleinen Schritte und kurzen Wege zu unternehmen. Mit dabei waren neben den Kindern aus Heinsberg und Unterbruch auch Kindergartenkinder von St. Hubertus Kirchhoven, St. Johannes Haaren und aus dem Marienheim in Waldfeucht.

Bei der Vorbereitung unterstützt hatte sie Gemeindereferentin Irmgard Zielenbach. Kindgerecht erklärte sie den rund 60 kleinen Pilgern zum Auftakt, was eine Gemeindereferentin so macht, warum gläubige Menschen an Wallfahrten teilnehmen und warum sie dazu Gotteshäuser aufsuchen. „Und zu einer Wallfahrt nimmt man immer das mit, was man auf dem Herzen hat, also Dinge, die einen froh machen, die einen traurig machen, über die man nachdenkt“, so Zielenbach. „All das können wir Gott bringen.“

Das taten die Kinder dann auch, denn jedes von ihnen hatte im Kindergarten ein rotes Papierherz mit seinen Anliegen bemalt oder beschrieben, das es sich jetzt um den Hals hängte, bevor es dann endlich losging. Von St. Hedwig führte der Weg zunächst durch die Baumallee hinauf zur Schlangenkapelle. „Da hinten sind Ponys und Kühe und Pferde!“, staunte Luis. „Die hat uns alle der liebe Gott geschenkt“, erklärte ihm seine Kindergärtnerin. „Und die Bäume auch!“, ergänzte er.

An der Schlangenkapelle angekommen, erzählte Elias aus dem nahen Kindergarten St. Hedwig den anderen kleinen Pilgern die Geschichte der Kapelle. Böse Menschen hätten die Kapelle zerstören wollen, berichtete er. Da habe die Schlange mit ihrem Schwanz so heftig auf den Boden geschlagen, dass die Erde gebebt habe und die bösen Menschen weggelaufen seien. Und so konnten die Kinder dann die Kapelle besichtigen, gemeinsam beten und singen, bevor es weiter ging zum Selfkantdom.

Schon am Torbogen kam Propst Markus Bruns der kleinen Prozession entgegen und begleitete sie den Kirchberg hinauf bis zur Kirche St. Gangolf. Zwei Kinder durften ihm dann dabei helfen, das große Bronzeportal zu öffnen, durch das sie dann das Kirchenschiff betraten. Weiter ging es gleich in die Krypta. Auch hier beteten und sangen sie. „Du bist oben im Himmel, bist unten auf der Erde, wohin ich mich wende, du bist an jedem Ende. Du bist immer da“, hallte es aus den kleinen Kehlen durch das Gewölbe der Krypta.

Zusammen mit ihren Kindergärtnerinnen packten die Kinder ihre Herzen alle in kleine, bunte Kartons, die dann in einer Nische der Krypta einen Platz fand. Ihre Wünsche und Gedanken blieben bei Gott, als sie sich nach dem Segen durch den Propst wieder auf den Weg zurück zum Kindergarten machten. Hier klang die kleine Wallfahrt mit Picknick und Spiel aus.

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