Eine Eingangsklasse weniger: CDU bittet um Verständnis

Von: Rainer Herwartz
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Die Sonnenscheinschule wird mit einer Eingangsklasse weniger ins neue Schuljahr starten. Symbolfoto: dpa

Heinsberg. Es war eine Entscheidung, die „schweren Herzens“ getroffen worden sei, erklären die CDU-Ratsmitglieder der Heinsberger Innenstadt – Michael Dörstelmann, Ellen Florack, Yvonne Hensing und Siegfried Jansen – unisono. Auch Heinz-Theo Vergossen und Franz Jakobs vom Ortsverband unterschreiben dies.

Sinkende Schülerzahlen von 352 Kindern im laufenden Schuljahr auf 311 im nächsten hatten dazu geführt, im nächsten Jahr nur noch 14 statt bislang 15 Eingangsklassen an den Grundschulen der Stadt bereitstellen zu können. Dass es am Ende die Sonnenscheinschule traf, die nun mit einer Eingangsklasse weniger ins neue Schuljahr starten wird, stieß bei vielen Eltern auf Unmut. Obwohl die Entscheidung nicht nur durch die CDU, sondern auch mit Zustimmung der Grünen gefällt wurde, sind es die Christdemokraten, die nun öffentlich um Verständnis für den Beschluss buhlen.

Nach Vorlage der Anmeldezahlen für die Heinsberger Grundschulen sei durch die Schulverwaltung mitgeteilt worden, dass die Stadt Heinsberg in ihrem Trägerbereich „insgesamt nur 14 Eingangsklassen zu bilden hat“, sagen sie. Hierdurch habe sich die Notwendigkeit ergeben, eine Eingangsklasse zu streichen.

„Die vorliegenden Anmeldezahlen legten eine Reduzierung der Eingangsklassen an den Schulen Kempen, Oberbruch oder Heinsberg nahe“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Nach intensiven Beratungen innerhalb der CDU-Fraktion (Michael Dörstelmann bestätigte gegenüber unserer Zeitung drei oder gar vier Sitzungen) hat sich diese für die Streichung einer Eingangsklasse an der Grundschule Sonnenscheinschule entschieden.“

Auch Schulamtsdirektor Christoph Esser sei zu den Beratungen hinzugezogen worden. Dieser habe sich „deutlich gegen eine Reduzierung der Eingangsklassen am Standort Oberbruch ausgesprochen“, erklärt Dörstelmann und nennt die kritische Sozialstruktur als eine Ursache, ebenso wie die Tatsache, dass sich der Standort letztlich auch durch den Wegfall von Realschule und Hauptschule sowie die Neugründung der Gesamtschule in einem Umbruch befinde.

Gegen den Wegfall der letzten Eingangsklasse am Schulstandort Kempen hätten sich im Vorfeld schon Bürgermeister Wolfgang Dieder und der dortige CDU-Ortsverband ausgesprochen. Ein solcher Schritt, so Dörstelmann, hätte letztlich ja auch den unlängst gegründeten Schulverbund zwischen Karken und Kempen konterkariert, der ja eigens zum Erhalt der Standorte ins Leben gerufen worden sei. „In Kempen wäre beim Wegfall der Eingangsklasse aber der Schulstandort dahingewesen.“

Eine solche Entscheidung „aus heiterem Himmel“ hätte wohl auch niemand nachvollziehen können, glaubt der CDU-Politiker. „Aus solidarischen Gründen und unter Beachtung der sicherlich auch in Zukunft stabilen und erfolgreichen Schulführung an der Sonnenscheinschule“ habe sich die CDU schließlich hier für eine „einmalige Streichung einer Eingangsklasse“ entschieden.

Wirklich nur eine „einmalige Streichung“? Dörstelmann ist da zuversichtlich. „Es spricht vieles dafür, dass diese Schule noch weiter wachsen wird.“ Letztlich sei ja auch der Umzug in die Räume der Hauptschule ein Beleg dafür. „Uns ist klar, dass es sich bei dieser Entscheidung um eine einmalige Maßnahme handelt, die nur für das Schuljahr 2015/2016 Gültigkeit hat. In Zukunft werden wieder entsprechend den Anmeldezahlen mindestens vier Eingangsklassen in der Sonnenscheinschule gebildet.“

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