„Eine Braut zu viel“: Das neue Stück der Baaler Bürgerbühne

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Bis zur Premiere im September gibt es noch viel zu tun für das Ensemble der Bürgerbühne. Ein passendes Brautkleid für das Stück „Eine Braut zu viel“ gibt es aber schon. Foto: hewi

Hückelhoven-Baal. Die Bürgerbühne sorgt wieder einmal für Gesprächsstoff in Baal. Die Fans der Schauspielgruppe müssen sich aber noch bis September gedulden, bis das neue Stück „Eine Braut zu viel“ Premiere feiern kann. Derzeit wird fleißig im Probenraum in Genehen am Text und an den Abläufen gefeilt, damit am 23. September bei der Premiere des Stückes von Wolfgang Binder alles sitzt.

„Eine Braut zu viel“ ist ein Stück, das auch speziell für die Baaler Bürgerbühne geschrieben worden sein könnte. Zum Inhalt: Sascha Börnsen und Lena Lipschütz haben sich vor sechs Wochen kennengelernt, Hals über Kopf ineinander verliebt und beschlossen, so schnell wie möglich zu heiraten. Als besonderen „Gag“ wollen sie das familiäre Kennenlernen erst am Tage der Hochzeit stattfinden lassen. Beide haben nur noch ihren Vater, und sowohl Gregor Börnsen als auch Christoph Lipschütz kennen ihre zukünftigen Schwiegerkinder also noch nicht.

Rasante Geschichte

Kompliziert wird es aber erst, als unmittelbar vor der standesamtlichen Trauung Olga Krimskowja und ihre Tochter Elena auftauchen, die ebenfalls Ansprüche an Sascha anmelden. Die Trauzeugin Franziska und ihr Bruder Markus sowie die Reporterin der „Baaler Nachrichten“, Annika Sanders, versuchen mit Hilfe der patenten Haushälterin Hannelore Kieckbusch die Hochzeitsfeier zu retten. Und es sieht auch ganz gut aus, bis sich das Blatt wendet.

Also eine rasante Geschichte mit Verwechslungen, frechen Dialogen und jeder Menge Humor. Wie man es von der Baaler Bürgerbühne erwartet. Auf der Bühne hat das Ganze am Ende eine spielerische Leichtigkeit, die kaum ahnen lässt, welche Arbeit dahintersteckt.

Zum Beispiel für Eugen Symanski, der neben seiner Rolle als Opa Börnsen zusammen mit Rita Kluge auch für die Regie verantwortlich ist. Denn er kommt für jede Probe aus Bonn angereist. Dorthin hat es ihn vor einiger Zeit beruflich verschlagen. Trotz der jedes Mal zurückzulegenden Strecke ist er auch weiterhin bei der Bürgerbühne dabei. Jennifer Gunder ist abonniert auf die Rolle der „jungen Naiven“. Diesmal ist sie nicht nur die Schwester des Bräutigams, sondern auch eine waschechte Kriminalkommissarin. Als solche lässt ihr natürlich die Geheimnistuerei um die Identität der Braut keine Ruhe.

Eine Kommissarin war Susanne Birth bei einem Krimidinner auf Hohenbusch, bei dem die Baaler ihre Finger mit im Spiel hatten. Diesmal zieht sie als ebenso vorlaute wie respektlose Haushälterin Hannelore Kieckbusch sicher wieder die Lacher auf ihre Seite.

Als rasende Reporterin Annika Sanders von den Baaler Nachrichten ist Sonja Buchholz im Einsatz und steckt ihre Nase in die Angelegenheiten anderer. Seit 2003 gibt es die Baaler Bürgerbühne, viele der Mitglieder spielen aber schon seit den 90er Jahren Theater. Der eingetragene Verein hat rund 60 Mitglieder und verfügt über ein stabiles Ensemble, aus dem sich die jeweils die zu besetzenden Rollen rekrutieren. Ob kesser Teenager, liebestoller Lebemann, Klatschreporterin oder kauziger Opa – bei der Bürgerbühne ist man auf nahezu alles vorbereitet, was die Besetzungslisten in petto halten.

Ihre Theatersaison beginnt im März mit den ersten Proben und findet im Herbst mit der Premiere und den Folgeterminen im Baaler Bürgerhaus und in der Hückelhovener Aula ihren Höhepunkt. Bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor den Akteuren.

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