Eindrucksvoller Start der „Abendmusik“

Von: Anna Petra Thomas
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Der Wilhelm-Willms-Chor, das Vokalquartett der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und Pianistin Dorothee Broichhausen überzeugten unter der Leitung von Kantor Willi Kann mit ihrer „Abendmusik“ in der Heinsberger Christuskirche. Foto: Anna Petra Thomas
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Der Wilhelm-Willms-Chor, das Vokalquartett der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und Pianistin Dorothee Broichhausen überzeugten unter der Leitung von Kantor Willi Kann mit ihrer „Abendmusik“ in der Heinsberger Christuskirche. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Zunächst wollte der Wilhelm-Willms-Chor allein die bekannte Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart aufführen. Aus dieser ersten Idee sei aber viel mehr geworden, verriet Pfarrer Sebastian Walde zum Auftakt der „Abendmusik“, zu der der Chor in die Christuskirche eingeladen hatte.

So konnte Walde nicht nur den knapp 40 Sänger zählenden Chor begrüßen, sondern darüber hinaus auch ein Flöten-Ensemble der Jugendmusikschule mit Hanna Nobis, Elisabeth Walde und Peter Heinen sowie das Vokalquartett der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf mit Ulrike Hellermann (Sopran), Kelley Sundin (Mezzosopran), Tilman Kögel (Tenor) und Niklas Hellwig (Bariton). Gemeinsam mit dem Chor hatten die vier Solisten das Konzert eröffnet mit „Freut Euch alle“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750).

Kirche für Andrang zu klein

Wenn die Kirche so voll sei, verzichte er gerne auf einen Sitzplatz, freute sich Walde. Schade sei aber, dass das Interesse an diesem Konzert so groß gewesen sei, dass die Kirche dafür sogar zu klein sei. Der Pfarrer erinnerte an den ehemaligen Heinsberger Propst, den Namenspatron des Chores. „Er konnte mit Worten so gut umgehen, dass sie von selbst Melodien gefunden haben“, erklärte er.

Wer die Augen schließe, könne ins Träumen kommen und Eintritt erhalten in eine andere Welt. „Vielleicht können wir uns öffnen für den Himmel und vielleicht hören, dass die Engel singen.“ Ob es Mozart sei oder Bach, da würden sich die Theologen noch streiten. Der Chor werde vermitteln, dass beides himmlisch sei, versprach er schmunzelnd.

Der Chor, dirigiert von Kantor Willi Kann und am Flügel begleitet von Dorothee Broichhausen, präsentierte als erstes als kleine Hommage an Wilhelm Willms sein Kinderzirkuslied. Es folgten die Lieder „Be still, fort the presence of the Lord“ von David J. Evans (1957), „Lobe den Herren“ von Hugo Distler (1908-1942), „Look at the world“, in Deutsch gesungen, und „All things bright and beautiful“ von John Rutter, zum Teil in beeindruckender Mehrstimmigkeit.

Das Blockflöten-Trio der Jugendmusikschule erntete ebenso großen Beifall für das Allegro aus dem Concerto Nr. 2 von Arcangelo Corelli (1653-1713), die Fughette in F von Georg Friedrich Händel (1685-1759) und den ersten Satz aus dem Concerto in F von Antonio Vivaldi (1678-1741).

Schon in den beiden Motetten „Dies ist der Tag“ und vor allem in „Herr, wenn Trübsal da ist“ zeigte sich der ebenso klare wie starke Sopran von Ulrike Hellermann. Aber auch die übrigen Stimmen konnten in ihren Soli überzeugen. Danach strebte das Konzert einem wahren Höhepunkt zu, bei der gemeinsamen Darbietung von Quartett und Chor der Missa in C, KV 317, der sogenannten Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791).

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