Ein Zeichen, das wahrgenommen wird

Von: Helmut Wichlatz
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Fördergeld für Studie zum Elektro-Erka-Bus: Bürgermeister Peter Jansen, Wilfried Oellers, Udo Winkens, Klimaschutzmanager Oliver Franz und Ansgar Lurweg freuen sich über die Unterstützung. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Die Stadt setzt verstärkt auf Elektromobilität. Nachdem mit einem Fiat 500e der städtische Fuhrpark um das dritte Elekro-Auto erweitert worden ist, soll nun die Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs vorangetrieben werden. Über Kurz oder Lang, so wollen es Stadt und West Verkehr, soll aus dem Erka-Bus ein „E-Erka-Bus“ werden. Ende 2018 könnte es soweit sein.

Ob es soweit kommt, hängt davon ab, was eine entsprechende Studie ergibt, die der Verkehrsbetrieb in Auftrag gegeben hat. Darin geht es um den Nachweis, ob der Einsatz von Elektrofahrzeugen im ÖPNV möglich, sinnvoll und wirtschaftlich ist. Die Machbarkeitsstudie wird mit Bundesmitteln aus dem Topf des Verkehrsministeriums mit rund 10 000 Euro gefördert.

Die Förderzusage überbrachte der Heinsberger CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers bei einem Besuch im Erkelenzer Rathaus. Mit dem kann die Hälfte der Kosten gedeckt werden, die für die Studie anfallen, sagte Udo Winkens, Geschäftsführer der West Verkehr GmbH. Die Restsumme trägt das Unternehmen als Auftraggeber der Studie selbst.

Der Erka-Bus eigne sich aufgrund seiner täglichen innerstädtischen Strecke und der hohen Nutzungszahlen besonders für die Überlegungen zur Umstellung auf Strom, sagten Winkens und der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg übereinstimmend. In der Studie muss belegt werden, dass der Elektrobus genauso einsetzbar ist wie ein Bus mit Verbrennungsmotor. Die Reichweite muss für den Einsatz im Linienverkehr ausreichend sein, alternativ könnte eine Backup-Lösung mit einem zweiten Elektrobus geschaffen werden, so dass immer ein Bus im Einsatz und einer an der Ladestation sein könnte. Darüber hinaus müssen die Kosten im direkten Vergleich mit einem Bus mit Verbrennungsmotor gegenübergestellt werden.

Bürgermeister Peter Jansen (CDU) begrüßte die Option, mit dem Erka-Bus ein weiteres Zeichen in Richtung Klimaschutz zu setzen. Eines, das von den Bürgern auch wahrgenommen wird. Daher sei der Erka-Bus bestens geeignet. Derzeit wird er wöchentlich von über 1900 Fahrgästen genutzt – Tendenz steigend.

Wilfried Oellers wies darauf hin, dass es für die Anschaffung eines Elektrobusses später auch Fördermittel gebe. Derzeit hat die Bundesregierung zur Förderung der E-Mobilität jährlich rund eine Milliarde Euro veranschlagt. Das Ziel ist ehrgeizig, denn im Jahr 2020 sollen nach den Vorstellungen der Kanzlerin rund eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein. Eine Zahl, von der man derzeit noch weit entfernt ist.

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