Ein Wettbewerb für Könner: Arschbomben und Jeanshosenhängen

Von: Helmut Wichlatz
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Auch der Arschbombenwettbewerb im Hückelhovener Hallenbad war so recht nach dem Geschmack der Jugendlichen. Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Die Teilnehmer für den Arschbombenwettbewerb können sich jetzt anmelden!“ Auf diese Durchsage des Schwimmmeisters Theo Sligchers haben Justin und seine Freunde schon gewartet. Schnell sind sie an seiner Kabine und tragen sich in die Teilnehmerliste ein. Nun gilt es herauszufinden, wer die perfekte Arschbombe hinbekommt und den Wettbewerb für sich entscheidet.

„Die Arschbombe ist was für die Jungs“, weiß Sligchers, der den Wettbewerb vor 15 Jahren ins Leben gerufen hat. Die Mädchen suchen sich einen guten Logenplatz auf der Empore und begutachten die Wasserfontänen, die die Jungmänner mit ihren Körpern vom Einer oder dem Dreier produzieren.

Vier Sprünge hat jeder Teilnehmer, die von Sligchers Kollegen Viktor Holderbusch akribisch bewertet werden. „Fünf bis sechs Meter müssen schon drin sein, sonst braucht man erst gar nicht anzutreten“, weiß der Schwimmmeister. Vom Dreier aus sind die durchaus erreichbar.

Zur besseren Bewertung sind am Deckenträger in Höhe der Sprungtürme Markierungen in einem Meter Abstand angebracht.

Bei einigen Teilnehmern zeichneten sich auch gut sichtbare feuchte Spuren an der Hallendecke ab, und die ist gut und gerne neun Meter hoch. In den letzten Jahren konnte sich der zwölfjährige Justin Janczyk gegen seine Konkurrenz durchsetzen. Sein Erfolgsrezept ist einfach. „Die Beine weit nach vorne und den Hintern abspreizen“, verrät er. „Wenn man einmal in der Luft ist, weiß man schon, was zu tun ist.“ So sprechen nur Experten. Und damit war er auch diesmal erfolgreich und konnte seine Konkurrenten Berkan Kökkaya und Dennis Schroiff auf die Plätze verweisen.

Als zweiter Wettbewerb stand Jeanshosenhängen auf dem Programm. Dabei wird eine von Sligchers Mutter präparierte und entsprechend stabilisierte Jeanshose ans Brett des Dreiers gehängt. Die Aufgabe besteht darin, wie der Name schon sagt, dort möglichst lange dran zu hängen, bevor die Arme versagen und man ins Wasser plumpst. „Da sind die Mädchen traditionell stärker“, weiß Sligchers. „Das ärgert die Jungs schon ein bisschen, schließlich geht es ja um Kraft.“ Und es kam wie es kommen musste: Bei den Mädchen hing die zehnjährige Cathy Wagner rekordverdächtige 92 Sekunden an der Hose und sicherte sich damit den ersten Platz.

Bei den Jungs schaffte Dommenic Barta immerhin 65,4 Sekunden, bevor auch er abstürzte. „Das Jeanshosenhängen und die Arschbomben kommen bei den Kindern gut an“, erklärt der niederländische Schwimmmeister, der die Wettbewerbe in den Oster- und Herbstferien organisiert. „Einige bereiten sich tagelang vor und machen eine Arschbombe nach der anderen.“

Die Gewinne winken

Als Gewinne winkten für die Teilnehmer Freikarten fürs Hallenbad und Gutscheine für Hamburger und Fastfood. Vor Ort konnten sich die Teilnehmer den Wettkampf mit Chips und Eiscreme schmecken lassen.

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