Hückelhoven - Ein schönes musikalisches Geschenk des Frauenchors Li(e)dschatten

Ein schönes musikalisches Geschenk des Frauenchors Li(e)dschatten

Von: Utz Schäzle
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Hörens- und sehenswert: Der Frauenchor Li(e)dschatten ging bei seinem zweiten Konzert in der Hückelhovener Aula neue Wege und setzte mit seinem Auftritt neue Maßstäbe. Foto: Utz Schäzle

Hückelhoven. „Unser Tag“, dieser Konzerttitel ist beim Jubiläumskonzert in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums Programm gewesen. Mit Chorleiter Luc Nelissen hat der Frauenchor Liedschatten seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Bei seinem nun zweiten Konzert „Liedschatten live & Guests“ ging der Chor neue Wege und setzte mit seinem Auftritt neue Maßstäbe.

Am Set führte Luc Nelissen die Sängerinnen mit viel Engagement und Fingerspitzengefühl durch anspruchsvolle Arrangements und moderne Chorsätze und animierte sie zu Höchstleistungen. Die Klavierbegleitung übernahm Gero Koerner, und die Vorsitzende des Chores, Margot Niessen, moderierte den Abend.

Glückwünsche der Kinder

Die Choreographie lag in den Händen von Miriam Peifer, die nach der monatelangen Probenphase wesentlich zum Gelingen des Jubiläumskonzertes beitrug. Zur Präsentation des Geburtstagsständchens hatte sich Li(e)dschatten gleich zu Beginn etwas Besonderes einfallen lassen: Über eine Filmleinwand sangen und spielten Kinder von Chorsängerinnen ihre Geburtstagswünsche ein, einschließlich Rolle rückwärts, sehr zur Freude des Publikums – eine tolle Idee.

Als Gäste kamen das Flötenensemble Seitenwind und das Streicherquartett C-String, die sich der Frauenchor als Geburtstagsgeschenk eingeladen hatte. Beim ersten Lied sang der Chor „ Unser Tag“, den gefühlvollen Titel von Helene Fischer.

Zehn Jahre Li(e)dschatten ließen die Mitglieder musikalisch Revue passieren – zunächst in einem Outfit wie es zu Anfangszeiten getragen wurde und dann in einem passend zur heutigen Zeit. Mit einigen wohlklingenden Auszügen aus seinem reichhaltigen Repertoire hatte das Flötenensemble Seitenwind unter der Leitung von Gerard Bijlmakers das Publikum begeistert. Das Programm mit klassischem Schwerpunkt zeigte die ganze Bandbreite und Klangvielfalt des exzellenten Flötenspiels.

Kein Takt Langeweile kam auf beim Streicherquartett C-String. Sich zurücklehnen, um den Musikerinnen – in der instrumentalen Zusammensetzung zwei Bratschen und zwei Cellis – entspannt beim Vortragen zuzuhören, war einfach purer Musikgenuss. Ein faszinierendes Spiel mit Klangfarben, starken Kontrasten und schnell wechselnden Effekten.

Mit dem Titel „Rumour Has It“ von Adele begann der Frauenchor den zweiten Teil des Programms. Der Pianist Gero Koerner begleitete die Sängerinnen großartig und immer wieder mit eigener Note am Flügel, so beim „Somewhere Only We Know“, ein Arrangement von Tanja Raich, der Frau von Dirigent Luc Nelissen. Mit dem Lied von Zaz, „On ira“, setzte der Chor die effektvolle Vertonung gekonnt in französischer Sprache und mit großer Feinfühligkeit a cappella um. Aus den lyrischen und gefühlsbetonten Songs der 90er Jahre stammen die Titel „Leather“, und „My Imortal“, dargebracht mit hochstehendem harmonischem Chorklang.

Es sei einfach der Gesang und die Ausstrahlung von „Li(e)d-schatten, die einen innerlich berühre und in seinen Bann ziehe, schwärmte ein Besucher. Eine Meinung die man nur teilen kann, und die ganz besonders beim „Hallelujah“ von Leonard Cohen gilt. Eine lebendige Bodypercussion-Show mit Figuren aus dem Funk-Rock-Bereich waren ein Highlight im Konzertprogramm. Bodypercussion beschreibt die Klangerzeugung mit dem Körper, zum Beispiel mit Fingern, Händen oder dem Mund.

Begleitet vom Flötenensemble Seitenwind sang der Chor das traditionelle englische Volkslied „Scarborough Fair“ in der bekannten bearbeiteten Version von Simon & Garfunkel. Was Chorleiter Luc Nelissen auch als Vocal Coach, Vocal Arrangeur und Sänger der A-cappella-Band Rock 4 leistet, zeigte er mit seinen Mädels bei dem Song „Somebody That I Used To Know“. Als dann alle Sängerinnen weiße Handschuhe angezogen hatten, war klar, dass nun etwas Besonderes geboten wurde. Mit einer perfekten Schwarzlicht-Show, in die auch das Publikum mit einbezogen wurde, streifte der Frauenchor choreographisch die Karriere vom Michael Jackson.

Und während die letzten Töne noch gesungen wurden, im Publikum aber bereits der erste Applaus zu hören war, rissen alle Sängerinnen die Arme in die Höhe und präsentierten mit ihren weißen Handschuhen ein tolles Bild auf der Bühne. Als Zugabe sang Liedschatten „Its Raining Men“. Und als wäre das nicht mehr zu toppen gewesen, krönte „Viva La Vida“ von Coldplay das Jubiläumskonzert. Von seinem Publikum wurde der Frauenchor Li(e)dschatten zum Ende hin verdient mit Stehenden Ovationen verabschiedet.

 

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