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Ein schönes Geschenk zum 150-Jährigen der Hermann-Josef-Stiftung

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Am Anfang standen 60.000 Goldtaler des Notars Hermann-Josef Gormanns. Heute ist das Erkelenzer Krankenhaus das Kernstück der 150 Jahre alten Stiftung. Foto: Stefan Klassen
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Steht künftig den Sportvereinen zur Verfügung: der Transporter der Hermann-Josef-Stiftung. Es freuen sich (v.l.) Jann Habbinga (Verwaltungsdirektor), Daniel Schwarz (Vors. Stadtsportverband), Peter Jansen (Bürgermeister), Dr. Hans-Heiner Gotzen (Erster Beigeordneter Stadt Erkelenz) und Stephan Demus (Hermann-Josef-Stiftung). Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Die Hermann-Josef-Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Die Erfolgsgeschichte der Stiftung, zu der neben dem Hermann-Josef-Krankenhaus auch das Altenheim, das Ambulante Pflege-Zentrum und das Hospiz gehören, begann mit dem Testament des Notars Hermann-Josef Gormanns. Er vermachte der Stiftung neben einer Reihe von Grundstücken auch 60.000 Goldtaler.

Ihren 150. Geburtstag feiert die Stiftung mit einem Festakt am 23. Juni und einem Tag der offenen Tür am 25. Juni.

Unter dem Motto „Bewegt herzen – ein Leben lang“ präsentieren sich die Einrichtungen den Stiftung als Begleiter von der Geburt bis zum Tod. Darüber hinaus hat sich Verwaltungsdirektor Jann Habbinga etwas ausgedacht, von dem vor allem die Sportvereine der Stadt etwas haben. Schon auf der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes hatte er es angekündigt, nun wurde er offiziell präsentiert.

Die Rede ist von einem nagelneuen Ford Transit, der als Neunsitzer den mehr als 90 Abteilungen der 66 Sportvereine in Erkelenz kostenlos zur Verfügung stehen wird. „Wir wollen den Menschen, die etwas bewegen, auch etwas Gutes tun und sie unterstützen“, erklärte Habbinga bei der offiziellen Vorstellung des Sporttransporters. Der Wagen soll am Willy-Stein-Stadion seinen Standort erhalten und dort für seine Einsätze im Namen des Erkelenzer Sports bereitstehen.

Gebucht werden kann er über die Homepage des Stadtsportverbands, erklärte der neue Vorsitzende Daniel Schwarz. Auch die Schlüsselübergabe erfolgt auf dem kurzen Weg am Empfang des Krankenhauses. Die Nutzer brauchen sich über die gefahrenen Kilometer und Benzinkosten keine Sorgen zu machen, denn der Unterhalt und die anfallenden Kosten inklusive des Benzins übernimmt die Stiftung. „Ich bin gespannt, wie viele Kilometer der Wagen nach einem Jahr auf dem Tacho hat“, sagte Habbinga. Der Transit ist auf beiden Seiten mit Informationen über die Geschichte der Stiftung und ihre Tätigkeitsfelder versehen. Nun hoffen Habbinga und seine Kollegen aus dem Kuratorium der Stiftung, dass der Wagen möglichst bundesweit zum Einsatz kommt.

Bürgermeister Peter Jansen, der dem Kuratorium als Vertreter der Stadt angehört, begrüßte die Idee und betonte, dass der Wagen künftig nicht nur eine Botschaft transportiert, sondern auch Botschafter. Denn das seien die Aktiven aus den Erkelenzer Vereinen in ihrem sportlichen Einsatz. „Eine ähnliche Aktion ist uns bislang nicht bekannt“, betonte Habbinga.

Dabei liege es auf der Hand, denn die Logistik sei im Sport oftmals ein Problem. Mit einer Höhe von rund 2,3 Metern und einer Länge von über fünf Metern ist der Transit für das bequeme Reisen einer Mannschaft bestens geeignet. Die erste Tour hat der neue Transit mittlerweile schon hinter sich. Denn der Schwanenberger Turnverein konnte den neuen Kleinbus gleich für eine Fahrt zum Turnfest nach Berlin nutzen.

Zurück zur Stiftung. Das Geld sollte nur zum Wohle der Menschen in Not, Alter oder Krankheit eingesetzt werden, hatte Notar Gormanns festgelegt. Damit eröffnete er die Möglichkeit zur Schaffung eines Sozial- und Gesundheitssystems in Erkelenz. Zwei Jahre nach dem Tod des Stiftungsgebers wurde mit dem Bau des ersten Krankenhauses am heutigen Zehnhofweg begonnen.

Das Gebäude fiel dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. 1949 wurde an der Tenholter Straße der Grundstein zum Neubau gelegt. Heute präsentiert sich das Hermann-Josef-Krankenhaus als moderne Klinik und Lehrkrankenhaus mit mehr als 400 Betten. Aus den 60.000 Talern des Stifters wurde mit 1140 Arbeitsplätzen und 135 Ausbildungsstellen einer der größten Arbeitgeber im Kreis.

Von 10 bis 17 Uhr

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 25. Juni, kann man das Hermann-Josef im Detail kennenlernen. Von 10 bis 17 Uhr erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm aus Führungen und Vorführungen, Fachvorträgen und allgemeinen Informationen sowie ganz praktischen Übungen wie Reanimation. „Sinn der Stiftung war immer, den Menschen in Erkelenz zu helfen und zur Seite zu stehen“, betonte Jansen. „Dabei orientieren wir uns am Bedarf und am Wohl der Menschen.“

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