Heinsberg - Ein Routinier erklimmt den Heinsberger Narrenthron

Ein Routinier erklimmt den Heinsberger Narrenthron

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Dreimal schon hat er einen Prinzen begleitet. Jetzt ist er selbst auf dem Gipfel närrischer Macht: HKV-Prinz Bernd II. (2.v.l.) und Prinzessin Elvira (Ehepaar Arntz) mit Adjutant Heinz von Birgelen (links), Ehrenpräsident Helmut Münster und Adjutant Wilfried Oidtmann (von rechts).

Heinsberg. Mit Bernd II. (Arntz) hat zu Beginn der Proklamationssitzung des Heinsberger Karnevalsvereins (HKV) in der Heinsberger Stadthalle ein ganz erfahrener Karnevalist den Narrenthron erklommen. Gemeinsam mit seiner Frau Elvira wird er nun ganz nah am Rathaus residieren und Stadtprinz Helmut III. von den Brööker Waaterratte ganz sicherlich am Karnevalssamstag beim Sturm aufs Rathaus kräftig unterstützen.

Nach der Begrüßung durch Präsident Richard Deußen war es zunächst das Amt von Ehrenpräsident Helmut Münster, der Narrenschar das Prinzenpaar vorzustellen. „Heute darf ich proklamieren, will es närrisch zelebrieren“, startete Münster mit einem Blick auf Beruf und Hobbys des Prinzen. Eines davon ist der Ultraleichtflug. Daher auch das Motto des Prinzenpaares: „Aus luft‘ger Höh und Himmelskarren grüßt das Prinzenpaar die Narren!“ Bevor er ihm den traditionellen silbernen Hammer überreichte, fügte Münster hinzu: „Künftig fliegt er übers Land mit dem Hammer in der Hand.“

In die Herzen getanzt

Bernd II. hatte seine Rede nicht nur gereimt, er konnte sie sogar auswendig, begleitet von einem ganz eindrucksvollen schauspielerischen Talent. Vor 40 Jahren war er schon einmal Prinzenpage, und kürzlich erst begleitete er zwei Jahre hintereinander den Heinsberger Stadtprinzen als Adjutant. Die beiden anderen Jecken im damaligen Adjutantenteam, Heinz von Birgelen und Wilfried Oidtmann, sind natürlich jetzt auch seine Begleiter.

Zu Ehren des neuen Prinzenpaares tanzte zunächst die Juniorengarde. Die ersten Lachmuskeln strapazierten die Beckendorfer Knallköpp, bevor Stadtprinz Helmut III. mit großem Gefolge die Bühne der Stadthalle bestieg und als Oberbrucher auch von den „Innenstädtern“ begeistert gefeiert wurde. Nachdem sich Mariechen Dana Schmitz mit der neuen Choreographie in die Herzen der Zuschauer getanzt hatte, grüßten Bauchredner Fred von Halen und sein Vogel Aki auch den selten Vogel mit den Federn am Kopf hinter sich auf der Bühne. Gemeint war der Prinz. Der freute sich mit Sitzungspräsident Kalle Mohnen und dem Publikum anschließend über die Fidele Kölsche, eine Gruppe, die ganz unterschiedliche Kölner Traditionsuniformen und -kostüme mit ebenso traditioneller Musik auf einer Bühne vereint.

Applaus für Knacki Deuser

Für Ruhe im Saal sorgte Comedian Knacki Deuser gleich zu Beginn seines Auftritts: „Das ist hier keine Waldorf-Sitzung, wo jeder mitmachen kann!“ Nur einer seiner vielen lustigen Einwürfe, die folgen sollten. Dazwischen applaudierte das Publikum aber auch seinen ernst gemeinten Aussagen: „Wir können nicht jedes Problem auf der Welt mit dem Witz lösen. Aber Humor ist ein Rezept gegen Angst!“ Ein Rezept, mit seinen Nachbarn wieder ins Gespräch zu kommen, hatte er ebenfalls mitgebracht: „Stellt mal einen Tag früher die Mülltonne raus…“ empfahl er und steppte dann mit seinen metallbeschlagenen Schlappen zu Musik von BAP.

Kaum noch jemanden auf dem Stuhl hielt es beim Rock‘n‘Roll von „The Wild Bobbin Baboons“. Auf dieser Woge konnte dann auch die Prinzengarde des HKV mit tänzerischer Perfektion und noch weiter ausgefeilter Akrobatik die Begeisterung des Publikums halten. Sie kam ohne Zugabe nicht von der Bühne. Das Finale der Sitzung bestritten De Kellerjunges.

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