Ein Riesenkessel bringt Wärme nach Ratheim

Von: Helmut Wichlatz
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Sieben Meter lang und ein Volumen für 20 000 Liter Wasser: Das ist der neue Heizkessel für das WEP-Kraftwerk der 700 Haushalte im Winter warmhalten soll. Foto: Helmut Wichlatz

Hückelhoven-Ratheim. Wer bei Temperaturen um die 30 Grad an den Winter denkt, schaut voraus oder hat große Ziele. Beides trifft bei der WEP zu. Denn das neue Spitzenlast-Kraftwerk wird zum Einsatz kommen, wenn die Temperaturen zu niedrig sind. Von der Zentrale an der Sophiastraße aus versorgt es dann alle angeschlossenen Haushalte.

Dem Netzausbau in Richtung Ratheim und Wassenberg steht mit dem Heizkraftwerk an der alten Kohlenwäsche nichts mehr im Wege, sagte WEP-Geschäftsführer Christoph Langel. Er war ebenso wie Vertriebsleiter Frank Federmann und Bauleiter Hannes Berger zur Baustelle gekommen, um zu sehen, wie der rund sieben Meter lange Heizkessel vom Schwerlasttransporter gehoben und in die neue Halle gebracht wurde. Die Lieferung des gut 20.000 Liter Wasser fassenden Kessels stellt den bisherigen Höhepunkt der Bauarbeiten dar, die pünktlich zum Einsetzen der kalten Jahreszeit beendet sein sollen.

Bevor der Riesenkessel mit Hilfe eines Schwerlastkrans und neun Montage- und Bauarbeitern an seinen neuen Standort gebracht wurde, war aber erst ein in seinen Dimensionen nicht minder beeindruckender Wärmetauscher dran. Rund zwölf Wichen seien eingeplant, um die Technik zu montieren und für den Bedarfsfall einsatzbereit zu machen. Wenn dieser eintritt, kann das Kraftwerk hochgefahren werden.

Eine regelmäßige Belegschaft vor Ort sei nicht nötig, sagte Langel. Der Bau der unscheinbar wirkenden Halle mit ihrem wichtigen Innenleben wird rund zwei Millionen Euro kosten. Geld, das angesichts der Expansionspläne der WEP gut investiert ist.

„Der Bau dieser Anlage ist auch ein wichtiges Signal in Richtung der Kunden“, sagte Federmann. „Es zeigt, dass wir unseren Versorgungsauftrag ernst nehmen und auf sichere Beine stellen.“ Die Anlage ist auf eine Leistung von gut zehn Megawatt ausgelegt und kann rund 700 Häuser versorgen. Wenn der Bedarf steigt, ist eine zusätzliche Ausstattung der Anlage mit einem Gasmotor möglich, der auch Strom erzeugen kann.

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