Ein Orden für echte Urgesteine des Karnevals

Von: hewi
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Wegbergs Bürgermeister Reinhold Pillich inmitten der von ihm selbst ausgezeichneten Urkarnevallisten.

Wegberg. Ein ungewohnter Aufmarsch fand in der Wegberger Mühle statt: Vertreter der sieben Wegberger Karnevalsgesellschaften sowie der Politik waren auf Einladung von Bürgermeister Reinhold Pillich erschienen, um bei der ersten Verleihung des Bürgermeisterordens dabei zu sein.

Der Orden ist ein Novum und typisch für Wegberg. Denn er stellt passend zur Stadt der Mühlen ein Mühlrad dar. Im Vorfeld hatte Pillich die Wegberger Karnevalsaktiven aufgerufen, sich in ihren Reihen umzuschauen und einen Vertreter zu benennen, der sich durch sein Engagement um das närrische Brauchtum besonders verdient gemacht hat. Dies war den Gesellschaften anscheinend nicht schwer gefallen. Jede einzelnen hatte einen der Ihren für würdig befunden, des Bürgermeisters Orden zu tragen.

Pillich lobte das ehrenamtliche Engagement der Vereine um das rheinische Brauchtum in Wegberg. Dieses Engagement reiche weit über die fünfte Jahreszeit hinaus und erstrecke sich über das ganze Jahr. Vor allem im Bereich der Jugendarbeit seien die Leistungen der Karnevalisten vorbildlich, betonte er nachdrücklich.

„Der Karneval verändert die Menschen”, sagte er. „Sie gehen mehr aufeinander zu, um gemeinsam zu lachen und zu feiern.” Dabei lebe die „Marke Karneval” wie kaum eine andere vom Ehrenamt. Die Arbeit hinter der Bühne sei facettenreich und nicht für jeden sichtbar. Er selbst ist seit Jahren aktives Mitglied der Dalheimer Maiblömkes, die Jahr für Jahr auf ihren Sitzungen durch hausgemachten Karneval vom Feinsten bestechen.

Die Geehrten sind beim besten Willen keine Unbekannten im Wegberger Karneval. Vielmehr sind sie seit Jahren unverzichtbar und ihre Namen fest mit dem närrischen Geschehen auf den Bühnen und in den Straßen verbunden. So hatte die Dorfgemeinschaft Hei on Klei Willy Schmitz nominiert. Er ist seit 60 Jahren Mitglied bei Hei on Klei und gehört dem Elferrat seit 1983 an. Die Dalheimer Maiblömkes hatten Theo Wolber vorgeschlagen, der zu den Mitbegründern der heutigen KG in Dalheim gehört. Auch bei Flöck op war die Wahl schnell auf den Richtigen gefallen: Franz Schöffler, „ohne den ein Rosenmontagszug in Wegberg nicht denkbar wäre”, wie Pillich betonte. Für die Laakebüll war klar, dass Herrmann Otten den Orden verdient hatte.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte er aber nicht zur Mühle kommen und wird den Orden bei der nächsten Gelegenheit auf der Bühne überreicht bekommen. Bei den Klinkumer Sonn Männ war es Ludwig Reiners. Der bewies Humor, als er als „Klaus” angekündigt wurde. Die Merbecker hatten sich für Karl-Heinz Paulsen entschieden. Bei der Stadtgarde war die Wahl auf Erich Ropohl gefallen, der im Wegberger Karneval eine feste Größe darstellt. Für das karnevalistische Programm sorgten die Flimmflämmkes und die Honeybees aus Dalheim mit schmissigen Tänzen.
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