Ein neuer Raum für Kunst in Erkelenz

Von: Helmut Wichlatz
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Sie gehören zu den ersten, die in der neuen Galerie „Ebene der Kunst“ ausstellen: Willi Arlt, Dieter Eichelmann, Christoph Ohmes, Kay Huett und Marlies Giesen (v.l.). Frank Rimbach (r.) will helfen, die Galerie auch mit literarischen Projekten zu füllen. Foto: hewi
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Auch Skulpturen von Willi Arlt sind zur Eröffnung in der Pro Arte-Galerie zu sehen. Foto: hewi

Erkelenz. „Franziskanerplatz 6“ lautet die neue Kunstadresse in Erkelenz. In den Räumen eines ehemaligen Bestattungsinstitutes hat sich der Kunstverein „Pro Arte“ breitgemacht und eine Galerie eröffnet, die Anlaufpunkt für Kunstschaffende und Kunstinteressierte gleichermaßen sein soll.

Ermöglicht hat das Hauseigentümer Markus Forg. Der stellte den Künstlern die Räume am Franziskanerplatz zur Verfügung. „Wir sind dankbar für diese einzigartige Möglichkeit“, erklärte Willi Arlt bei der Eröffnung der Galerie, die den Namen „Ebene der Kunst“ trägt. Arlt hat vor kurzem die Nachfolge der langjährigen Vorsitzenden Beate Bündgen angetreten und gehört zu den Künstlern, die die Eröffnungsausstellung bestreiten.

Zu sehen sind bis zum 26. März jeweils an den Wochenenden auch Werke von Christiane Crewett-Bauser, Dieter Eichelmann, Marlies Giesen, Kay Huett und Christoph Ohmes. Insgesamt sind 77 Arbeiten in den Räumen ausgestellt. Von der Idee her sollen nun regelmäßig Ausstellungen folgen, die für die Besucher kostenlos sein werden, erläuterte Arlt am Rande der Eröffnung. Am 1. Mai wird im Rahmen der kreisweiten Kunsttour die Erkelenzer Künstlerin Runa Rosina Menges ausstellen.

Ein Bedarf nach einer Galerie, die Kunst zugänglich macht, bestehe in Erkelenz auf jeden Fall. Da ist sich Arlt sicher und verweist auf Gespräche, die er im Vorfeld der Eröffnung geführt hat. „Wir wurden schon im Vorfeld angesprochen, ob es möglich sei, bei uns auszustellen“, erklärte er.

Über die Region hinaus bekannt

Der Kunstverein Pro Arte wurde 2005 in Erkelenz gegründet und hat sich in der hiesigen Kunstszene etabliert. Vor allem die Veranstaltung „Kaleidoskop“, bei der Literaturschaffende und bildende Künstler aufeinandertreffen und sich ergänzen, hat den Verein über die Region hinaus bekannt gemacht. Mit der Galerie habe man nun die Möglichkeit, Kunst über das ganze Jahr verteilt zu präsentieren, erklärte Arlt.

Bis Ende März kann man samstags und sonntags die Arbeiten der Vereinsmitglieder sehen. Sie bilden ein breites Spektrum ab, das von kreativen großformatigen Fotoarbeiten über Metallskulpturen, Acryl- und Wachsmalerei bis hin zu Grafiken und Skizzen reicht. In den Räumen am Franziskanerplatz haben die einzelnen Arbeiten in einzelnen hellen Abteilen Raum, um sich dem Betrachter darzustellen und gehen doch fast nahtlos ineinander über.

Das Spektrum des Kunstvereins Pro Arte ist breit gefächert. Nun wird es um den Bereich der Literatur und Vortragskunst erweitert. Denn mit Frank Rimbach ist ein Mann an Bord gekommen, der bekannt ist für seinen poetischen Umgang mit Worten. Als Organisator der Kultveranstaltung Open Stage hat er sich einen Namen gemacht. Besucher der Mittsommernachtslesung auf dem Alten Friedhof und des Kaleidoskops kennen ihn aber auch als ebenso wortgewaltigen wie sensiblen Autor und Erzähler.

Literatur und Kunst

„Als Georg Blank mich anrief und fragte, ob ich mitmachen wollte, habe ich nicht lange überlegt“, sagte Rimbach. Derzeit arbeitet er an einem Programm mit weiblicher Partnerin, in dem es um die Liebe in der Literatur geht. Premiere ist voraussichtlich im September im Rahmen der Erkelenzer Leseburg. Die Räume am Franziskanerplatz eigneten sich auch gut für literarische Veranstaltungen, betonte er.

Denkbar sei auch, die Arbeiten der kommenden Kaleidoskop-Veranstaltung in den Galerieräumen auszustellen und mit den jeweiligen Texten zu präsentieren, ergänzte Blank. Erkelenz ist also bis auf weiteres um eine Kunstadresse in der Innenstadt reicher.

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