Ein Netzwerk für allein erziehende Eltern

Von: Helmut Wichlatz
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Sie trommeln für das Netzwerk zur Hilfe für Alleinerziehende: rechts Hans-Heiner Gotzen, hinten links Michael Kutz (Kinderschutzbund) Claus Bürgers (Jugendamt); vorne von links Rosi Steufmehl, Antoinette Lauten (Jugendamt), Sandra Klein, Elke Mazolli-Bosbach und Elke Bodewein. Foto: hewi

Erkelenz. Viele Kinder wachsen bei nur einem Elternteil auf. Dies kann zu Problemen und Überlastung kommen. In Erkelenz hat sich ein Netzwerk aus Jugendamt, Kinderschutzbund und Therapeuten gebildet, das Alleinerziehenden zur Seite stehen will und hilft, bevor aus zu bewältigenden Aufgaben und neuen Lebenssituationen Probleme werden.

Der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen sprach bei der Vorstellung des präventiven Hilfsprogramms von einer Herausforderung, der „wir uns als Stadt täglich stellen“. Durch die Zusammenarbeit mit externen Fachleuten und dem Kinderschutzbund sei es möglich, frühzeitig und vielseitig zu reagieren. „Den Gang zum Jugendamt scheuen alleinerziehende Elternteile oftmals“, wusste der Jugendamtsleiter Claus Bürgers.

Den Weg zur Beratung schlagen die Betroffenen oft erst ein, wenn sich die Probleme offen zeigen. Dann kommen sie oftmals zu Elke Bodewein. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt weiß Rat und kann auch weitere Angebote vermitteln. Zum Beispiel zum offenen Treff des Kinderschutzbundes, der von den Erzieherinnen Rosi Steufmehl und Sandra Klein in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes angeboten wird.

Das Angebot richtet sich an Alleinerziehende, Pflege- und Stiefeltern und alle Kombinationen, die es heute bei Patchwork-Familien geben kann.

Die Treffen sind unverbindlich und dienen auch dazu, gemeinsame Aktionen wie Themennachmittage zu planen. „Wir wollen ausloten, was die Alleinerziehenden wollen“, betonte Steufmehl. Ein weiteres Element des Netzwerkes ist das präventive Elterntraining, das von Elke Mazolli-Bosbach geleitet wird. Die Erzieherin und Entspannungstherapeutin hat an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität die Befähigung erworben, solche Elterntrainings zu leiten.

Stressbewältigung

Der Schwerpunkt liegt dabei auch auf der Beratung bei Burn-out und Stressbewältigung. „Hier geht es darum, dass die Eltern sich wieder in ihrer Haut wohlfühlen“, erläuterte sie das Konzept. Die kostenlosen Kurse finden im Familienzentrum an der Westpromenade statt. Während der 20 Kurseinheiten ist die Kinderbetreuung vor Ort gewährleistet.

Der Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Erkelenz, hob die Bedeutung der Vernetzung hervor. „Sie ermöglicht es uns, schnell und professionell zu handeln, wenn es nötig ist“, erklärte er. Wichtig sei auch, dass diese niederschwelligen Angebote sich an den Bedürfnissen der Ratsuchenden orientieren.

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