Ein Meilenstein der Erkelenzer Chirurgie

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Als neuer Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hermann-Josef Krankenhaus in Erkelenz wurde jetzt Privatdozent Dr. Raphael Rosch (2. v. links) offiziell vorgestellt. Mit ihm freuten sich der ärztliche Direktor Dr. Harry Elsbernd (links), Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz (Mitte), Bürgermeister Peter Jansen und Chefarzt Dr. Michael Zander (rechts) von der Unfallchirurgie. Foto: Koenigs

Erkelenz. Das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz erfährt Änderungen, die für ein Krankenhaus dieser Größenordnung „zukunftsweisend“ sind. Dies betonte Bürgermeister Peter Jansen, der auch dem Krankenhaus-Kuratorium vorsitzt, bei der Begrüßung des neuen Chefarztes für die Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die Anstellung eines weiteren chirurgischen Chefarztes sei ein „Meilenstein“ in der Geschichte des Krankenhauses.

Dr. Raphael Rosch kommt vom Aachener Klinikum, wo er seit 2010 als Oberarzt tätig war. Dem Klinikum ist das Erkelenzer Hermann-Josef-Hospital als akademisches Lehrkrankenhaus verbunden. Der gebürtige Neu-Ulmer entstammt einer Medizinerfamilie und promovierte in Heidelberg, er verfügt auch über die Lehrberechtigung.

Trotzdem, so betonte Jansen, sei neben den beruflichen Qualifikationen auch die regionale Verbundenheit des Mediziners bei der Entscheidung für ihn von Bedeutung gewesen. Denn seine Gattin stammt aus Lövenich und so konnte er sich schon im privaten Umfeld ein Bild von Erkelenz und den dort beheimateten Bürgern machen.

Die durch Rosch geschaffene Erweiterung der Kompetenz im Bereich der Chirurgie komme vor allem den Patienten zu Gute. Der Privatdozent übernimmt die neu geschaffene Allgemeinchirurgie, da sich die Chirurgie in Erkelenz unter der Leitung von Dr. Michael Zander sehr positiv entwickelt hat. Rund 25 000 stationäre und ambulante Behandlungen konnte die Chirurgie im Hermann-Josef-Krankenhaus im vergangenen Jahr verbuchen.

Zander selbst hatte die Trennung der Abteilung vorgeschlagen, um den positiven Trend mit zwei Chefärzten und einer modernen und interdisziplinär eingebundenen Chirurgie fortzusetzen, wie der ärztliche Direktor des Hermann-Josef-Krankenhauses, Dr. Harry Elsbernd, hervorhob.

Er betonte, dass der Erfolg der Chirurgie der Vision zu verdanken sei, die sein Kollege für die Abteilung entwickelt hatte. Gleichzeitig sei der Erfolg aber auch von der Kompetenz, Fürsorge und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter getragen worden. Rosch selbst betonte, dass er nicht „mit der Brechstange“ vorgehen wolle. Vielmehr setze er auf Teamarbeit und einen menschlichen Umgang.

Die in Aachen erfolgreich erprobten Behandlungspfade werde er aber auch in Erkelenz einbinden, um die Abläufe besser zu gestalten. Ein weiteres Ziel sei der Ausbau der minimalinvasiven Behandlungsmethoden am Standort Erkelenz.

In seiner Ansprache zur Begrüßung des neuen Chefarztes betonte Bürgermeister Peter Jansen auch, dass das Leistungsspektrum um den Bereich der Neurologie ausgebaut werde. Die entsprechenden Genehmigungen seien beim Kuratorium eingetroffen. Ohne einen Anbau werde die Schaffung einer Station mit 30 bis 40 Betten nicht gelingen. Interdisziplinär sollen die Geriatrie, die Palliativmedizin und die Neurologie verbunden werden und sich ergänzen.

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