Ein Loblied auf eine ganz besondere Freundschaft

Von: mb
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Die Stimmen im Westen NRWs: Die Westvocals mit ihrem Chorleiter Prof. Dr. Hubert Minkenberg (Bildmitte mit Mikrofon). Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. Das ehrlich begeisterte „Yeah!“ eines Kindes flog nach dem Song „Overkill“ durch die Beecker Pfarrkirche St. Vincentius noch bevor der Applaus aufkam. Es brachte nicht nur das Publikum in der fast voll besetzten Kirche, sondern auch die Musiker zum Lächeln. Schöner Zufall, dass als nächstes Lied ausgerechnet „Through the Eyes of a Child“ erklang.

Der Wegberger Musikfrühling begann mit einem Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfen der katholischen und evangelischen Kirche in Wegberg sowie des Vereins Asyl in Wegberg. Die Folk-Rock-Blues Formation Dry, der Pop- und Jazz-Chor WestVocals und die Autorengruppe Siebenschreiber bereiteten den Zuhörern einen unterhaltsamen Abend mit einer gelungenen Mischung aus Welthits, Evergreens und nachdenklichen Texten.

Abgestimmt auf Flüchtlingsthema

„Für eine gute Sache sind wir immer zu haben“, erklärten die Musiker der Gruppe Dry (Michael Heinen, Günter Rixen und Stefan Mock). Fein abgestimmt auf das Flüchtlingsthema hatten sie ihr Repertoire und ließen das „Heart of Gold“ glänzen, sangen das Loblied der Freundschaft „You have got a Friend“, beschworen die Forderung, eins zu sein mit dem U2-Hit „One“.

Rund 50 Mitglieder hat der Chor WestVocals und sie füllten nicht nur den Altarraum, sondern auch im Handumdrehen die Herzen der Zuhörer mit Musik. Mit dem Wunder, das es immer wieder gibt und dem Gefühl zu tanzen, begeisterten sie die Zuhörer und luden ein, das Leben zu feiern: „Viva la vida!“

Begleitet wurde das musikalische Programm von den Texten der Siebenschreiber. Nachdenkliche Zeilen hatten sie zusammengetragen, erzählten von fremder Not und wer sie lindere, stellten sich vor, wie es ist fortzugehen, fragten nach Not und Verzweiflung der Menschen, die sich zu diesem Schritt entscheiden.

Besonders nachdenklich stimmte Peter C. Schmidt die Zuhörer. Er hatte sich für einen alten Text entschieden, den er 1982 geschrieben, 1989 überarbeitet und in dem er 2016 die Namen der Staaten geändert habe. „Deshalb heißt der Text Verzweiflung“, so Schmidt.

Brandaktueller Vortrag

34 Jahre liegen zwischen dem Ursprungstext und dem jetzigen Vortrag, der brandaktuell auf den Punkt kam. Krieg, Elend, Flucht und Angst sind geblieben „während wir glauben, in Frieden zu leben“.

Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Michael Stock übernommen. Der Erlös des Konzertes kommt zu gleichen Teilen den drei Wegberger Akteuren der Flüchtlingshilfe zugute. Rene Brockers, als Diakon der Gemeinde St. Martin in der Flüchtlingshilfe tätig, führte durch das Programm und bat, den „Klingelbeutel“ nicht wörtlich zu nehmen. Das klingelnde Kleingeld könne selbstverständlich durch raschelnde Scheine ersetzt werden.

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