Ein Konzert mit einigen Besonderheiten

Von: Stefan Reiner
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Ein imposantes Bild: Das Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler stellte auf der Bühne der Festhalle Oberbruch sein musikalisches Können unter Beweis. Die Zuschauer belohnten die Akteure mit einer Menge Applaus. Foto: Stefan Reiners

Heinsberg-Oberbruch. Das Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler – kurz TKE – feiert im nächsten Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende Bernd Buchkremer kündigte bereits voller Stolz an, dazu werde man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen.

Dass das TKE besondere Festivitäten auf die Beine stellen kann und seine Aktivitäten weit über das übliche Maß von Straßenzügen und Schützenfesten hinausgeht, hat man in den vergangenen Jahren regelmäßig bewiesen.

So wird in diesem Jahr das über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus bekannte Eschweiler Wiesenfest bereits zum 44. Mal ausgerichtet. Besucherzahl und Umfang dieses zweitägigen Live-Events steigen von Jahr zu Jahr ein bisschen an und man kann ohne Übertreibung behaupten, dass es wohl mit das größte seiner Art im Kreisgebiet sein dürfte.

Alle drei Jahre veranstaltet das TKE seit 2007 unter der Leitung von Dr. Michael Kelleter aber auch ein großes Konzert in der Festhalle in Oberbruch. Im Vorfeld wird schon lange geplant und vor allem geübt, um ein abwechslungsreiches und ansprechendes Repertoire präsentieren zu können, das den konzertanten Charakter bietet, der dem Ambiente des großen Saales und den eignen Ansprüchen gerecht wird. Dazu wird auch „schweres Gerät“ aufgefahren, das man bei einem Trommler- und Pfeiferkorps im klassischen Sinne nicht unbedingt erwartet. Xylophon, Vibra- und Marimbaphon sowie Kesselpauken und Schlagzeug ergänzten das für sich allein schon imposante Bild der zahlreichen Musiker, die die stilvoll geschmückte Bühne ausfüllten.

Alle Instrumente wurden in den Arrangements Dr. Michael Kelleters gekonnt eingesetzt, um den eigens umgeschriebenen Beiträgen aus Film, Pop, Musical oder klassischer Marschmusik trotz der in der modernen Musik eher unüblichen Orchesterbesetzung den TKE-eigenen Pfiff zu geben. Das ist auch in diesem Jahr wieder glanzvoll gelungen, wie die Zuhörer in der nahezu vollständig gefüllten Oberbrucher Festhalle zu bestätigen wussten. Da wurde einerseits die gelungene Mischung gelobt, andererseits besondere Anerkennung für das Stück „Adventure“ gezollt, stammte dies doch komplett aus der eigenen Feder des Orchesterleiters.

Eine weitere Besonderheit bot das diesjährige Konzert, mit der sich die Aktiven schon im Vorfeld weitere, erhebliche Arbeit auferlegten: Im zweiten Teil des von Daniela Kaiser gekonnt und charmant moderierten Konzerts trat das TKE erstmals als reines Flötenorchester auf. Die für ein Spielleuteorchester typischen und charakteristischen Spielmannsflöten (ohne Klappen) fehlten vollständig. Piccolo- und Konzertflöten sowie Alt- und Bassflöten (mit Klappen), ergänzt um umfangreiche Stabspiele und Schlagzeug prägten jetzt den Gesamtklang. Das erforderte – bereits seit August des vergangenen Jahres – viele Stunden des Umlernens, die sich allerdings lohnten. Denn wenn der Applaus tatsächlich das Brot des Künstlers ist, dann fiel das diesjährige Konzert des Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler unter musische Völlerei.

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