Erkelenz - Ein „Dinner for one“ einmal bei viel Glühwein

Ein „Dinner for one“ einmal bei viel Glühwein

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
4747583.jpg
Mit einem gelungenen Jahresrückblick begeisterte das Erkelenzer Ensemble „Vier nach zwölf“ sein Publikum in der Leonhardskapelle. Das Quartett besteht aus Magda Silkova, Dominik Mercks sowie Andreas und Benjamin Körfer. Foto: Koenigs

Erkelenz. Das kabarettistische Quartett von „4 vor 12“ hat sich mit seinen gleichnamigen Jahresrückblicken in Erkelenz schon einen Namen gemacht. Diesmal fand der Rückblick mit einer kleinen Verspätung – „4 nach 12“ – am Freitag in der ausverkauften Leonhardskapelle statt.

Magda Silkova, Dominik Mercks sowie Andreas und Benjamin Körfer wussten in dem nunmehr dritten Jahresrückblick einiges zu berichten, zum Beispiel vom missglückten Weltuntergang laut Maya-Kalender und dem geglückten Weltuntergang für den Gottschalk-Nachfolger Markus Lanz mit seiner Show „Wetten dass“.

Am Konzept des Jahresrückblicks hatten die vier Jungkabarettisten aber nichts geändert, schließlich schmeckt Glühwein auch im Januar noch gut. Und den konnten sich die Zuschauer verdienen, wenn sie vorlasen, was sie in den Socken des Adventskalenders vorfanden.

Zuerst war dies die Prognose der letzten Veranstaltung, welcher Politiker denn nun das Jahr 2012 überlebt und welcher nicht. Mit Angela Merkel, Peter Jansen und Barrak Obama hatten die Zuschauer beim letzten Rückblick gleich drei Oberhäupter genannt, die das Jahr locker überstanden haben. Beim ehemaligen Bundespräsidenten Wulff hatte man damals daneben getippt, aber eigentlich ist er ja nur vom Bundespräsident zum Bundespräsident a. D. geworden.

Natürlich wurde das Publikum auch diesmal aufgefordert, sich hellseherisch zu betätigen und einige Bundesminister des kommenden Jahres zu nennen, wenn sich die von ihnen erfundene Staatsform der „Lottokratie“ erst einmal durchgesetzt hat.

Dabei kam heraus, dass die ehemalige CSU-Landrätin Gabriele Pauly Bundeskanzlerin wird, Guido Knop Vizekanzler und Gregor Gysi Verteidigungsminister. Alle weiteren Ämter, auch das des „Gedönsministers“, übernimmt Helmut Schmidt.

Mal sehen, was davon im nächsten Jahr eingetreten sein wird.

Gelungene Parodie

Ansonsten bestimmte intelligenter Oberprimanerhumor das Programm. Es wurde gewortwitzelt und genamedropt was das Zeug hält, wobei jedoch nicht jedes Wortspiel oder jede abstruse Konstruktion automatisch das Zeug zum bühnentauglichen Witz hatte.

Gelungen war die Parodie auf das Silvester-TV-Event überhaupt, das „Dinner for one“ mit Miss Angi und ihren imaginären Gästen. Das fiel jedoch aufgrund europaweiter Finanzknappheit ins Wasser. Es reichte nur noch für eine Flasche Ouzo.

Kellner Benjamin Körfer schlug sich aber auch mit Ouzo sehr gut als Sir Mauel Baroso, Admiral von Monti, Mr. Cameron und Mr. Hollande.

Die Weisen aus dem Sorgenland

Als „Drei Weisen aus dem Sorgenland“ lieferten die drei Herren des Kabarett-Quartetts sehr deutsche An- und Einsichten in die mehr oder weniger drängenden Themen der Zeit, zum Beispiel die Stärkung Europas durch die Einrichtung einer Mauer rund um deutsches Hoheitsgebiet. Insgesamt war es ein unterhaltsamer und für den ersten Jahresrückblick des Jahres 2013 auch irgendwie hoffungsvoll stimmender Abend.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert