Wassenberg - Ein Ausflug in längst vergangene Zeiten

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Ein Ausflug in längst vergangene Zeiten

Von: anna
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Als „Heinsberger Bund“ in Wassenberg: Wurmauen-Ritter aus Geilenkirchen und Schildwächter aus Gangelt. Fotos (3): Anna Petra Thomas Foto: Anna Petra Thomas
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Nicht nur mit langen Schwertern, sondern auch mit so manch anderem „Gerät“ ging es zur Sache. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Falkner auf dem Gelände hatten auch eine brasilianische Schleiereule mitgebracht. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Einen Ausflug in die Zeit lange vergangener Jahrhunderte bot das „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum“ auch in diesem Jahr für zwei Tage in Wassenberg. Vom Bergfried bis hinunter auf den Platz hinter der Begegnungsstätte zog sich das Gelände, wo auf gleich fünf Bühnen Musik und mehr angesagt waren, Gruppen lagerten, Handwerker aktiv waren, Händler ihre Waren feilboten und auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt war.

Nach dem Aufmarsch aller Heerlager zur Bühne auf dem Pontorsonplatz eröffnete traditionell Bruder Rectus mit seiner Morgenmesse das Geschehen. Er stellte dabei die Figuren vor, die für zwei Tage auf dem Gelände unterwegs sein sollten. In Wassenberg schon bestens bekannt war dabei der Bettler, genannt „Hässlicher Hans“, der sich Flöte spielend auf den Weg zur Bühne machte.

Für Groß und Klein gab es auch dieses Mal wieder viel zu bestaunen. Da trainierten die Schwerkämpfer ihre Künste. Schnitzer und Glasbläser, Töpfer und Perlendreher, Schmied und Falkner ließen sich über die Schultern schauen. Händler boten zum Beispiel Felle und Lederwaren an, aber auch Holz- und Schnitzwaren, Horn- und Knochenwaren oder Kleidung. Auch die kleinen Besucher konnten abtauchen in frühere Zeiten und sich etwa beim Bogenschießen oder beim Kanonenschießen mit Korken versuchen. Während das Tagesprogramm vielfältige Möglichkeiten für den Familienausflug bot, begeisterte am Abend das Konzertprogramm mit Bands wie Saltatio Mortis oder Saor Patrol vor allem die Fans mittelalterlicher Musik. Nicht fehlen durften in Wassenberg das Feuerspektakel und die Gruselgasse.

Für alle interessant waren die mehr als 20 Heerlager, die sich an verschiedenen Stellen auf dem ­Festivalgelände niedergelassen hatten. Gleich neben der Begegnungsstätte hatte der „Heinsberger Bund“ sein Lager aufgeschlagen. Zusammengeschlossen hatten sich dazu die Geilenkirchener Wurmauen-Ritter und die Schildwächter zu Gangelt.

Es wurden jedoch auch kritische Stimmen laut. „Wir wollen den Besuchern eigentlich zeigen, wie die Menschen im Mittelalter gelebt haben“, erklärte Schildwächter-Hauptmann Thorsten Zeise. Seit vier Jahren würden sie am Spectaculum teilnehmen und beobachten, dass der Konsum immer mehr in den Vordergrund trete.

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