Wassenberg - Ehrenamtler stellen ihre Arbeit vor

Ehrenamtler stellen ihre Arbeit vor

Von: Johannes Bindels
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Sie stellten ihre Arbeit beim Tag der offenen Tür genauso vor, wie das Team des Begegnungscafés mit Claudia Feeger (rechts stehend). Foto: Johannes Bindels
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Viel Engagement für Flüchtlinge in Wassenberg: Im Verkaufsraum helfen (v.l.) Birgitte Dannhauer, Katrin Pütz-Küppers, Steffi Heuters, Anna Marek, Petra Sandbothe und Claudia Steinbrecher. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg. Tag der offenen Tür im Laden-Café International: Es fehlt an Klamotten in kleinen Herrengrößen. Aber es gibt Möglichkeiten, deutsch zu sprechen.

Einen Stehtisch mit plaudernden Menschen am geöffneten Eingang, schön gedeckte Gruppentische im kleinen Saal und köstliche Speisen und Kuchen an den Buffets konnten die Besucher entdecken. Das Laden-Café International im Pfarrheim St. Georg in Wassenberg hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Die ehrenamtlichen Helfer waren vorbereitet, um sich und ihre Arbeit als Begegnungsstätte für Menschen aus vielen Kulturen vorzustellen.

Anfänge im Jahr 2015

„Wir sind ein Team aus 15 bis 20 Ehrenamtlern, die Kleiderspenden annehmen, sortieren und verkaufen, im Café für Begegnungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen sorgen und im Alltagsgeschehen Menschen aus anderen Kulturen die deutsche Sprache näherbringen“, sagte Claudia Steinbrecher, Koordinatorin des Teams. Auf Initiative der Gemeindereferentin Heidrun Skrowanek sei Anfang des Jahres 2015 das Laden-Café International entstanden, um die in Wassenberg untergebrachten Flüchtlinge mit Kleidern zu versorgen, warf Steinbrecher einen Blick zurück auf die Anfänge.

Der Namen Laden-Café International weise auf die beiden Standbeine hin: So werden die Kleiderspenden sortiert und nach Größen präsentiert in einem gesonderten Ladenraum im Pfarrheim verkauft, während im Begegnungscafé Gelegenheit zum zwischenmenschlichen Austausch geschaffen werde. Auch wenn man sich als Teil des Flüchtlingsnetzwerkes verstehe, das Angebot gelte für alle Wassenberger Bürger und Bürgerinnen.

Mittel aus dem Migrationsfonds des Bistums Aachen ermöglichten eine Ladeneinrichtung mit Kleiderständern, Regalsystemen, Tisch, Spiegel und Lagermöbeln. Birgitte Dannhauer, Katrin Pütz-Küppers, Steffi Heuters, Anna Marek und Petra Sandbothe stehen als Ansprechpartnerinnen für Ordnung, Beratung, Sortierung, Präsentation und Betreuung zur Verfügung. Jedes Teil kann für einen Euro erworben werden. „Was uns fehlt, sind modische Herrenbekleidungen in kleinen Größen“, sagten die Frauen. Dafür gebe es einen besonderen Bedarf. Ebenso sei die Nachfrage nach Sportkleidung und Sportschuhen groß.

Ein weiteres Team um das Ehepaar Claudia und Siegfried Feeger betreut das Begegnungscafé. „Zurzeit sind wir fünf ehrenamtliche Helfer und suchen weitere Mitstreiter“, beschreibt Claudia Feeger die Größenordnung ihres Teams. Im Begegnungscafé schaffe man Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das geschehe anfänglich noch über Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch. Gleichzeitig böten sich aber auch Sprachanreize für das Sprechen der deutschen Sprache. Hilfsmittel wie Sprachlernbücher „Willkommen“ von der Flüchtlingshilfe München würden dabei eingesetzt. Auf erste Integrationserfolge wird verwiesen.

Ausgezeichnetes Konzept

Ein Asylbewerber aus Syrien steht darüber hinaus mit seinen Sprachkenntnissen in Arabisch helfend zur Seite. Er selbst wartet sehnlichst auf die Ankunft seiner Frau und Kinder, die noch in Syrien sind.

Der Rotary Club habe das Konzept als preiswürdig befunden und unterstütze das Laden-Café mit einem Preisgeld in Höhe von 3500 Euro, verwies Claudia Steinbrecher auf die erste Auszeichnung der Einrichtung.

Man freue sich auf jeden Mitstreiter, der die Teams verstärken wolle. Kontakt und Informationen sind unter: Telefon 0175/9759693 und ladencafe.international@ fluechtlingsnetzwerk-wassenberg.de möglich.

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