Ehemalige Hauptschule wird saniert: Platz für neue Schüler

Von: Rainer Herwartz
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Bauleiter Willibert Schlömer (3. von rechts) und sein Team packen kräftig zu, damit die ehemalige Hauptschule an der Westpromenade bis zum Schuljahresbeginn in neuem Glanz erstrahlt. Auch bis zu fünf Mitarbeiter des Amtes für Gebäudewirtschaft der Stadt Heinsberg sind stets mit von der Partie. Fotos (5): Rainer Herwartz Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Die Arbeiten schreiten zügig voran. An der ehemaligen Hauptschule in Heinsbergs Innenstadt wird derzeit kräftig gewerkelt, denn bis zum neuen Schuljahresbeginn im Sommer soll der Gebäudekomplex in der Lage sein, auf komfortable Weise sämtliche Grundschüler der Sonnenscheinschule des Hauptstandortes Westpromenade und des Nebenstandortes in Unterbruch aufzunehmen.

 Was gemeinhin als begrüßenswerte bauliche Aktivität zu bewerten wäre, dürfte bei vielen Unterbrucher Eltern allerdings gemischte Gefühle hervorrufen. Schließlich kämpfen sie ja nachdrücklich für den Erhalt ihrer Schule im Ort und gegen einen Umzug. Nicht gerade Begeisterungsstürme dürfte da auch die Nachricht hervorrufen, dass die Bezirksregierung zwischenzeitlich die Ratsbeschlüsse zur Schließung der Grundschulstandorte in Unterbruch, Kempen und Porselen mit Schreiben vom 14. Januar genehmigt und die sofortige Vollziehung der erteilten Genehmigung angeordnet hat.

Ein Argument gegen die Zusammenführung der Standorte Heinsberg und Unterbruch, das in der Vergangenheit immer wieder in die Diskussionen eingebracht wurde, sind die Zweifel daran, dass die ehemalige Hauptschule genügend Platz biete. Ob sie überhaupt in der Lage sei, ausreichenden Raum für alle Schüler, die OGS und eventuell notwendige internationale Förderklassen bereitzustellen, wurde hinterfragt. Bürgermeister Wolfgang Dieder ist davon absolut überzeugt und lädt die Vertreter der Interessengemeinschaft ein, sich vor Ort selbst ein Bild davon zu machen.

„Wir werden insgesamt 765.000 Euro in die Schule investieren, um sie technisch und optisch in einen optimalen Zustand zu versetzen“, sagt er. Die drei miteinander verwobenen Gebäudeteile sind zwischen den 1960er-Jahren und 2002 entstanden und bieten eine Gesamtfläche von 4000 Quadratmetern. „Laut Beschluss des Schul- und Kulturausschusses hat der Grundschulverbund Heinsberg/Unterbruch vier Grundschuleingangsklassen zugewiesen bekommen. 92 Kinder sind angemeldet.“

Und diese in den frisch sanierten Räumen unterzubringen, sei wirklich kein Problem, meint Dieder. Es gebe schließlich neun Klassen plus zwei Nebenräume im Erdgeschoss und die gleiche Anzahl noch einmal im Obergeschoss. Das bedeute unterm Strich, dass 16 Schulklassen 18 Klassenräume zwischen 68 und 88 Quadratmetern zur Verfügung stünden. Selbst die Nebenräume, die zum Beispiel für den Förderunterricht genutzt werden, könnten aufgrund ihrer Größe auch noch in Schulklassen umgewandelt werden. „Es besteht in den Räumlichkeiten durchaus Platz für mindestens zwei internationale Förderklassen“, ist Dieder sicher. 381 Kinder dürften nach jetzigem Stand ab dem nächsten Schuljahr an der Westpromenade die Schulbank drücken.

Und was ist mit den Schülern, die den offenen Ganztagsbetrieb nutzen, beköstigt werden müssen und entsprechende Aufenthaltsräume benötigen? Die 244 Schüler, die dieses Angebot nutzen, 63 von ihnen stammen vom Standort Unterbruch, könnten problemlos versorgt werden, glaubt Dieder. Hierzu stünden zwölf OGS-Räume zur Verfügung, „die mindestens Klassenraumgröße haben“. Hinzu kämen eine neue Küche mit Nebenräumen, ein Musikraum und eine Aula. „Das Raumangebot ist mehr als ausreichend, um die Unterbrucher Schüler mit aufzunehmen.

Der Standard des Gebäudes wird in einem vorbildlichen Zustand sein, wenn die Zusammenlegung der Schule im nächsten Schuljahr erfolgt.“ Bauleiter Willibert Schlömer kann das nur bestätigen: „Wir vollziehen eine energetische Sanierung. Dazu gehören die Erneuerung der kompletten Heizungsanlage und der Heizstränge sowie die Isolierung in Teilbereichen. Wir bestücken den kompletten Trakt mit LED-Beleuchtung und Brandschutzanlagen. Bodenbeläge werden auf 1000 Quadratmetern erneuert, auch die ganze Hauselektrik und natürlich die Malerarbeiten.“ Ein Behindertenaufzug werde ebenfalls eingebaut.

Ob all dies am Ende die Unterbrucher überzeugen kann, dass ihre Kinder hier doch gut aufgehoben sind?

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