Effelder Waldsee erregt weiter die Gemüter

Von: Nicola Gottfroh
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Wassenberg. Wieder einmal erregten die Planungen zur Neugestaltung des Effelder Waldsees die Gemüter vieler Bürger. Diesmal nicht in einer Bürgerversammlung, sondern im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Wassenberg.

Die Bürger sollten über den Fortgang des Verfahrens auf der Grundlage der vorliegenden Anregungen und Bedenken abstimmen. Und so waren zur Sitzung mehr als zwei Dutzend Effelder erschienen, um zu erfahren, was sich nun tut.

Die Ausschussmitglieder hatten über einen ganze Reihe Stellungnahmen von 19 am Verfahren beteiligten Behörden und 17 Effelder Bürgern aus den Bürgerbeteiligungsverfahren zu befinden. Vor allem aus den Bürgerstellungnahmen ließ sich erkennen, dass nicht alle mit den neuen Planungen einverstanden sind. Sie sorgen sich vor allem darum, dass um sie herum ein Halli-Galli-Spaßpark entsteht, der ihre Lebensqualität mindert.

Zu den Knackpunkten in den Stellungnahmen zählen insbesondere die Themen Verkehrslenkung, Umweltschutz, Parkplätze und Lärm.

Wie bei den vorausgegangenen Bürgerbeteiligungen war auch im Ratssaal der Unmut der Anwohner des Waldsees unüberhörbar. „Wenn jetzt etwas entschieden wird, dann können wir die ganze Sache kaum noch stoppen“, sagte eine Zuhörerin kurz vor der Sitzung, als sie den dicken Papierberg mit den Stellungnahmen und Beschlussvorlagen durchblätterte.

Auch einige Ausschussmitglieder führten ähnliche Bedenken an. Die Nachfragen der Mitglieder bezogen sich auf die Sorge um die Verkehrsfragen in der kleinen Ortschaft und die Parkplatzsituation – immerhin wird mit einem Besucheraufkommen von 5000 Personen an heißen Sommertagen gerechnet.

Kämmerer Willibert Darius und Landschaftsplaner Joachim Scheller betonten während der Sitzung auf Nachfrage, dass Kritik und Bedenken der Bürger selbstverständlich in die weitere Planung eingingen. Es werde noch ein Verkehrsgutachten erstellt. Geplant sei zudem, den Verkehr von der Kreisstraße 21 auf die Waldseestraße zu lenken, so könne das Dorfzentrum entlastet werden.

Auch einzelne Behörden äußerten in ihren Stellungnahmen bedenken, etwa der Naturschutzbund  sowie die untere Landschaftsbehörde, die sich um Natur-, Arten- und Vogelschutz sorgen. Deshalb fordern sie Arten- und Vogelschutzgutachten, denen entsprochen wird.

Auf die Seite der Bürger, die zu der Ausschusssitzung gekommen waren, schlugen sich auch die Grünen. Sie zeigten sich zunächst mit der Beschlussvorlage nicht zufrieden und äußerten den Wunsch, die Abstimmung zu verschieben, bis alle Gutachten vorlägen. Nach einer einstündigen Diskussion und Erläuterungen von Kämmerer Darius und Landschaftsplaner Scheller zogen sie ihren Wunsch zurück und stimmten dem Fortgang des Verfahrens zu.

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