„Effelder Kaffeemänn” blicken auf ihr fünf Mal elfjähriges Bestehen

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Peter Hanrath (r.) und sein Enkel Kai Schüren begeisterten bei der Jubiläumsparty der „Kaffeemänn” als Zeitungsverkäufer. Foto: Petra Wolters

Wassenberg-Effeld. Auf fünf Mal elf Jahre Geschichte blickte die Karnevalsgesellschaft „Effelder Kaffeemänn” bei der Jubiläumsparty im Bürgerhaus. Nach dem Einmarsch mit dem scheidenden Prinzenpaar Gerd I und Gaby (Korsten) und dem Trommlerkorps begrüßte Ehrenpräsident Ewald Schmitz zahlreiche „Kaffeewiffkes und Kaffeemännkes”.

Vorsitzender Eric Schüren bedankte sich „bei allen, die das Herz der Kaffeemänn waren und die dazu beigetragen haben, dass wir als funktionierender Verein dieses Jubiläum feiern können.”

Im Zwiegespräch mit Erwin Staas präsentierte Schmitz in fünf Blöcken jeweils elf Jahre Vereinsgeschichte. „Die Älteren werden sich daran erinnern, was wir erlebt haben, für die Jüngeren soll dies ein Ansporn sein, das fortzusetzen, was uns jedes Jahr so viel Freude gemacht hat”, betonte Schmitz.

Die Besucher des Frühschoppens erfuhren, dass die Gründungsversammlung mit geschmuggeltem Kaffee finanziert worden war und die Schmugglerparole „De Bahn es kloar” so schnell zum Schlachtruf wurde. In alten Zeitungsausschnitten hatte Schmitz die Information gefunden, dass es schon ein Jahr vor der ersten Veranstaltung der „Kaffeemänn” im Jahre 1953 eine Sitzung einer Gesellschaft namens „Hau drop” mit Präsident Peter Ramakers gegeben hatte. Bei der ersten Sitzung am 17. Januar 1954 im Saal Busch (heute Ohlenforst) hätten die „Kaffeemänn” dann mit Hans I (Schmitz), besser bekannt als „Schmette Hannes” ihren ersten Prinzen präsentiert.

Aufgelockert wurde die Präsentation historischer Höhepunkte durch karnevalistische Beiträge. Mit dabei waren die „Gebrüder Kopfschuss” mit Norbert Bodden, Ewald und Helmut Schmitz sowie Heinz-Leo Schüren, der das Vereinslied der „Kaffeemänn” sang. Christa Grondowy, Hilde Staas und Astrid Schüren amüsierten bei ihrer Diskussion mit einem automatischen Sprachsystem. Eine „schnelle Sitzung” präsentierte die Frauengemeinschaft. Tänzerisch gratulierten die Gruppen „Bumblebees” und „Mikado”. Stolz präsentierte Schmitz mit Isabell Görtz und Steffi Herold zwei neue Solo-Tanzmariechen. Peter Hanrath überraschte das Publikum wie schon 1976 mit seinem Auftritt als Zeitungsverkäufer. Diesmal brachte er Enkel Kai Schüren mit. „Du gehst in den Ruhestand, und ich mach weiter”, versprach der Junge seinem Opa.

Bevor der Frühschoppen mit einem Ständchen des Instrumentalvereins in die „zweite Halbzeit” ging, gratulierte Schmitz in seiner Funktion als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Effelder Vereine (IGEV). Mit den „Kaffeemänn” feiere ein Verein Geburtstag, der sich von anderen unterscheide. Im Laufe des Jahres werde er kaum wahrgenommen, ziehe nicht wie andere Gesellschaften durch fremde Sitzungen, Frühschoppen oder Biwaks.

Diese Zurückhaltung sei ein Markenzeichen des Effelder Karnevals, bedeute sie doch zugleich den Rückgriff auf fast ausschließlich eigene Kräfte. „Das aber ist eine einzige Erfolgsgeschichte gewesen”, so das Lob des IGEV-Vorsitzenden. „Insofern sind die Kaffeemänn ein echt Effelder Verein geblieben und auch ein echter Traditionsverein.” Dass es in Effeld auch heute noch zu allerletzt eine Frage des Geldes sei, Prinz werden zu können, dafür dankte Schmitz dem Verein ebenfalls.

Aktuell sei es notwendig, nachlassenden Publikumszuspruch entgegenzuwirken, betonte er. „Gewisse Traditionen sollten erhalten bleiben, wenn man die eigene Identität nicht verlieren will. Sie zu kombinieren mit notwendigen Veränderungen ist schwer”, wünschte er den Kaffeemänn dafür Glück, denn „Effeld wäre ohne die Kaffeemänn ein Stück ärmer.”

Präsident Markus Peggen moderierte die Auftritte der befreundeten Vereine. Gekommen waren die „Kemper Gröne”, die „Karker Rabaue”, die KG „Kongo” Wassenberg und die „Beerböck” aus Vlodrop.
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