Echte Kameradschaft und tiefes Vertrauen bei der Jugendfeuerwehr

Von: Monika Baltes
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Die Gruppe der Wegberger Jugendfeuerwehr mit Stadtjugendfeuerwehrwartin Ilka Karduck (2. von rechts) und Kreisjugendfeuerwehrwart Willi Welfens (links außen). Foto: Monika Baltes

Wegberg. „Wir schlafen nie. Wir sind unkaputtbar.“ Das blau-rote T-Shirt mit dieser erstaunlichen Wahrheit hängt lässig an einer Spindtür in der Feuerwache Wegberg. Ilka Karduck, Stadtjugendfeuerwehrwartin in Wegberg schmunzelt. „Das ist so einer der Sprüche, die aus erlebnisreichen Camp-Tagen stammen.“

An diesem Tag wird das Shirt Teil der liebevollen Dekoration, mit der die Jugendfeuerwehr die sonst so nüchterne Feuerwache in einen gemütlichen Raum für Gäste verwandelte. Denn es gibt wahrlich einen Grund zu feiern. Die Stadtjugendfeuerwehr Wegberg besteht seit 35 Jahren. Und die Gäste sind zahlreich gekommen. Bürgermeister und Ratsvertreter, Feuerwehrleute, Eltern, Freunde und Gönner.

„39 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr derzeit, darunter zehn Mädchen“, gibt Ilka Karduck zu Protokoll. Und nicht ohne Stolz fügt sie hinzu, dass im Laufe der 35 Jahre über 130 Mitglieder in die Freiwillige Feuerwehr überstellt worden sind. „Mit dieser erfolgreichen Jugendarbeit wurde mir eine Sorge abgenommen“, ergänzt der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt Wegberg, Ulrich Schulz. Er kann sich noch an Zeiten erinnern, als die erforderliche Soll-Zahl der Feuerwehrleute in Wegberg ihm Kopfzerbrechen bereitet hat.

Nachwuchssorgen kennt Ilka Karduck nicht: „Die Jugendlichen kommen von alleine.“ Meist seien sie mit dem Feuerwehrvirus infiziert, manchmal ist der Papa Feuerwehrmann, mal wurde Opa zum Vorbild, mal stecken Geschwister und Freunde mit ihrer Begeisterung an.

Feuerwehr – das sind für Viele große Autos mit beeindruckender Technik, imposante Drehleitern und Kameradschaft. Viele verbinden mit der Feuerwehr zudem eine ganz besondere Art von Kameradschaft: sich aufeinander verlassen können, füreinander einstehen und das nicht in Frage zu stellende Vertrauen. Denn im Ernstfall liegt vielleicht das eigene Leben in der Hand der Kameraden, die alles richtig machen. Diese Kameradschaft prägt auch das Jubiläumsfest. Es gibt Getränke, Leckereien vom Grill, interessante Spiele rund ums Thema Feuerwehr, eine Dokumentation aus 35 Jahren Jugendfeuerwehr-Geschichte und eine umlagerte Hüpfburg – das Team arbeitet Hand in Hand.

Bürgermeister Michael Stock tritt ans Mikrofon und übergibt das langersehnte Sponsorenmobil. 26 Firmenembleme zieren den kleinen Bus, der ab sofort als Transporter dient, um die Jugendlichen von ihren jeweiligen Standorten nach Wegberg zu holen. 26 Gönner, die die freiwillige Feuerwehr unterstützen, Wehrleiter Dietmar Gisbertz dankt ihnen herzlich.

Pastor i.R. Klaus Buyel – ein echter Feuerwehrmann in der Ehrenabteilung – segnet das Sponsorenmobil auf die ihm eigene originelle Weise mit einer Kübelspritze und Feuerwehrschlauch. Und der Wehrleiter ergreift die Gelegenheit, den Pressesprecher der Wegberger Feuerwehr Frank Heinen zum Oberbrandmeister zu befördern. Ilka Karduck sieht sehr zufrieden aus. „Sie führt die Gruppe mit Sachverstand und Herz“, lobt Pressesprecher Frank Heinen mit aufrichtiger Bewunderung ihren unermüdlichen Einsatz. Wieder ein Zeichen von Kameradschaft.

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