E-Initiative: Stadt sitzt für ein „Premium-Projekt“ hinterm Steuer

Von: Rainer Herwartz
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Bürgermeister Wolfgang Dieder nahm begeistert Platz hinterm Steuer und Alexander Flesch sowie Gisela Kohl sahen zu. Foto: Herwartz
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Die neue Ladestation vor dem Rathaus wartet schon. Foto: Herwartz

Heinsberg. Eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen – so lautet das Ziel der Bundesregierung für das Jahr 2020. Doch nur wenn es gelingt, elektrifizierte Antriebskonzepte passgenau auf die individuellen Anforderungen unterschiedlicher Kundengruppen zuzuschneiden, sei dieses Ziel zu erreichen, behaupten die Wissenschaftler des Forschungsprojektes „Premium“.

In Kooperation mit der BMW Group, der Universität Duisburg/Essen und gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ist die Stadt Heinsberg nun ein Teil dieses Projektes geworden. Zu diesem Zweck nahm Bürgermeister Wolfgang Dieder jetzt einen nagelneuen BMW i3 an der Filiale von BMW Kohl in Heinsberg in Empfang. Ein Fahrzeug, das ausschließlich mit Strom betrieben wird.

„Im Rahmen der E-Initiative sind wir in unterschiedlichen Bereichen unterwegs“, sagt Dieder. „Die E-Mobilität auf den Heinsberger Straßen soll weiter gefördert werden. Dass es eine solche Initiative bereits in Heinsberg gibt, war ausschlaggebend dafür, dass wir den Wagen erhielten.“ Beinahe 40.000 Euro kostet das 170 PS starke Gefährt, das der Stadt nun zu einer vergleichsweise günstigen Leasingrate zur Verfügung gestellt wird, um am Ende Erkenntnisse über das Einsatzfeld in einer Kommune zu gewinnen und eventuelle Hemmnisse aufzuzeigen.

Datenlogger eingebaut

Hierzu werden durch den Einbau sogenannter Datenlogger Fahrzeugdaten erhoben und die Nutzer zu ihren Erfahrungen befragt. Es gilt dabei, Antworten zu finden auf die Fragen: Welches elektrifizierte Fahrzeugantriebskonzept ist für welchen unternehmerischen Fuhrpark am besten geeignet, wenn der spezifische Einsatzzweck, die verwendete Ladeinfrastruktur, Ladezeiten, Batteriekosten, Verbrauch und Emissionen berücksichtigt werden? Auch die Akzeptanz der Fahrzeuge im Unternehmen steht auf dem Prüfstand.

Was Wolfgang Dieder angeht, können die Wissenschaftler hier wohl schon ein Häkchen machen, denn dieser konnte es kaum noch erwarten, sich hinters Steuer zu setzen. Obwohl er sicher kein Raser sei, wie er gegenüber unserer Zeitung betonte, sei er dennoch von den Beschleunigungswerten des Elektrowagens begeistert.

Die Reichweite beträgt laut Filialleiter Alexander Flesch etwa 200 Kilometer. „Wir als Unternehmen in Heinsberg freuen uns über Ihr Engagement und Ihre Initiative zur Elektromobilität und werten den BMW i3 im Fuhrpark der Stadt Heinsberg als weiteres Bekenntnis zum Fortschritt, zur Weitsicht und zum Wandel“, meinte Flesch. Auch seine Chefin, Gisela Kohl, die eigens zur Übergabe des Wagens in die Kreisstadt gekommen war, schloss sich dem an: „Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt eine Investition in solch zukunftsweisende Produkte tätigt.“

Vor dem Rathaus an der Apfelstraße wurde übrigens, nicht zuletzt für das neue Mitglied des Fuhrparks, auch eine neue Ladestation installiert. Neben einem Renault Kangoo, der für die Stadt werke über Heinsbergs Straßen rollt, ist der BMW jetzt das zweite abgasfreie Gefährt in Diensten der Kreisstadt.

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