Wegberg-Beeck - Durstig, aber ohne ernsthafte Blessuren

Durstig, aber ohne ernsthafte Blessuren

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
5934197.jpg
Vom Grenzlandring aus kommend fuhren die Teilnehmer der NRW-Radtour gut gelaunt in Wegberg-Beeck an. Hier mussten sie sich auf dem Vorplatz der Kirche erst einmal vor der Weiterfahrt orientieren.

Wegberg-Beeck. „Trinken, trinken, trinken!“ So lautete die Empfehlung von Moderator Dirk Elfgen während der diesjährigen NRW-Radtour, die die NRW-Stiftung gemeinsam mit West Lotto und dem WDR zum fünften Mal durchführt.

Denn mit den tropischen Temperaturen hatte im Vorfeld niemand gerechnet, als die rund tausend Radfahrer am Donnerstag von Düren aus starteten. Die zweite Etappe der Tour führte am Freitag von Aachen nach Mönchengladbach. Nachmittags war Station in Beeck angesagt, wo man sich auf die Invasion der Pedalritter eingestellt hatte. In diesem Jahr führt die fünfte Tour ins Rheinland und in die deutsch-niederländische Grenzregion. Im vorigen Jahr führte die Tour in den Hochsauerlandkreis. Rund 900 Teilnehmer haben sich für alle drei Etappen (rund 180 Kilometer) angemeldet, weitere 100 kommen pro Etappe spontan dazu.

Über den Grenzlandring und unter Missachtung aller Verkehrsschilder oder Ampeln fielen sie in Beeck ein. Der Tross der NRW-Radler fährt unter Polizeischutz und hat eine Sondergenehmigung. Das heißt, dass Ampeln und andere Hindernisse für die Tourteilnehmer keine Rolle spielen, so lange sie sich im Tross befinden. „Sobald jemand zurück bleibt, muss er sich auch wieder an die Regeln halten“, erklärte Einsatzleiter Wolfgang Heimbach. Der Dürener Direktionsleiter führt das 32-köpfige Polizeiteam an, das die Tour begleitet und entlang der Strecke für Ordnung und freie Fahrt sorgt. Die „Trinken!“-Regel gilt dabei vor allem für die Kollegen, die in Lederkombi und mit Helm auf dem Motorrad dabei sind. „Die müssen ebenso auftanken wie die Radfahrer, sonst überstehen die solche heißen Tage nicht“, erklärte er. Denn im Schritttempo verspricht auch ein an sich schnelles Polizeimotorrad keine Abkühlung.

Die NRW Radtour erinnert an die Tour de France, denn neben den motorisierten Begleitfahrzeugen gibt es natürlich auch einen mobilen Reparaturservice und einen Besenwagen, der sich um diejenigen kümmert, die nicht mehr können oder wollen.

Guter Dinge trafen die Teilnehmer in zwei Gruppen in Beeck ein. An der Einmündung vom Grenzlandring gab es eine kleine Kollision zwischen ein paar Radlern, die sich in die Quere gekommen waren, aber ernsthafte Blessuren trug niemand davon.

In Beeck erwartete die Teilnehmer ein buntes Programm aus Jazzmusik, Kaffee und Kuchen, Erfrischungsgetränken und den beiden Museen, die natürlich auch ihre Pforten geöffnet hatten. Denn in Wegberg erhofft man sich natürlich, dass der eine oder andere Teilnehmer wiederkommt und die Stadt im Tal der Mühlen mit dem Rad erkundet. Dementsprechend warben der stellvertretende Bürgermeister Helmut Joerissen und der Beecker Heimatvereinsvorsitzende Heinz Gerichhausen auch selbstbewusst für „den schönsten Ort der Tour“, der nicht nur für Radfahrer eine Menge zu bieten habe. Das werden Ulrike und Peter Tscharntke aus Solingen nach der Tour in Ruhe erkunden. Die Eheleute aus Solingen sind als ehrenamtliche Helfer dabei, um an den jeweiligen Stationen über die NRW-Stiftung und die Tour zu informieren. „Beeck hat uns sehr gut gefallen“, betonten beide. „Wenn die Tour vorbei ist, kommen wir bestimmt noch einmal zurück, um uns alles in Ruhe anzuschauen.“

Nach anderthalb Stunden ging es von Beeck aus in Richtung Mönchengladbach. Am Nordpark stieß dann ein Bekannter dazu: Borussen-Maskottchen Jünter fuhr die letzten Meter bis zum Kapuzinerplatz auf dem Rad mit. Tauschen wollte mit dem Fohlen bei diesem Wetter sicher niemand.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert