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Durch virtuoses Gitarrenspiel verwöhnt

Von: anna
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Heinsberg. Zum Abschluss eines ereignisreichen Festivaljahres hat Roman Viazovskiy, künstlerischer Leiter des internationalen Heinsberger Gitarrenfestivals, noch einmal selbst eingeladen ins „Rondell“ im Klevchen.

Bis zum Beginn es einstündigen Konzerts bei freiem Eintritt mussten immer wieder neue Stühle herangeschafft werden, bis alle der mehr als 150 Besucher schließlich doch noch einen Sitzplatz gefunden hatten. Sie alle wurden verwöhnt durch Viazovskiys virtuoses Spiel auf der Gitarre und erfuhren zwischen seinen Darbietungen auch ganz viel über ihn selbst. Er spielte Ausschnitte aus seinem Programm „Zeitenwanderer“, das vom Barock bis in die Neuzeit reicht und nahm seine Zuhörer in seiner unnachahmlichen Weise mit auf eine Reise durch fast 300 Jahre Musikgeschichte.

Den Anfang macht er mit der Sonate in G-Dur von Leopold Weiss in vier Sätzen. Es folgte eine Rossini-Variation von Napoleon Coste, die Viazovskiys künstlerische Entwicklung geprägt hat, wie er seinem Publikum erzählte. Er habe sie zuerst von Carlo Marchione gehört, der damit zu einem seiner wichtigen Mentoren geworden sei, „ohne dass er es weiß“. Bei seinem Lehrer habe er das Stück später wiedergefunden, und es gehöre zweifelsohne zu den Werken, die er liebe – was der Zuhörer dann im Vortrag auch deutlich spürte.

Uraltes russisches Lied

Gleiches galt auch für „Fatum“ von Konstantin Vassiliev, einem Freund Viazovskiys. Es handele sich um das erste Stück dieses Künstlers, erklärte der Gitarrist seinen Zuhörern. Vorlage dafür war ein uraltes russisches Lied, in dem ein verwundeter Soldat auf dem Schlachtfeld seinem Ende entgegensieht und über sein Leben sinniert.

In einer ganz besonders gefühlvollen Präsentation dieses Stücks nahm Viazovskiy sein Publikum dann auch im Spiel auf seiner Gitarre mit in diese Thematik. Es folgte ein Stück, das man von Viazovskiy in Heinsberg schon gut kennt und dessen Interpretation durch ihn immer wieder aufs Neue begeistert: „Round Midnight“ von Theolinius Monk in der Bearbeitung von Roland Dyens.

Eher neu für die Ohren seiner Heinsberger Fans war da der „Tango en Skai“ von Dyens. Gut dazwischen passte die Impression „Valenciano“ des Brasilianers Sergio Assad. Dem begeisterten Publikum spielte Viazovskiy schließlich Zugaben von Anatolij Olschanskij und von Leo Brouwer.

Ins Gespräch gekommen

Bei seinem ersten Konzert im „Rondell“ habe er das Gefühl gehabt, zu Hause gespielt zu haben, gestand der Künstler abschließend. Genau das hatte sein Publikum gespürt, das anschließend noch lange blieb, um mit ihm ins Gespräch zu kommen.

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