Erkelenz - „Dream of mine“: Traumhafte Uraufführung

„Dream of mine“: Traumhafte Uraufführung

Von: hl
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Großartiges Ensemble: Das „theater die baustelle“ begeisterte mit „Mein Traum“. Foto: Passage

Erkelenz. Gut zwei Stunden „Vollgas“ gaben die Schauspieler, Sänger, Tänzer und Musiker, nur unterbrochen von besinnlichen Momenten, in der Stadthalle beim Musical „Dream of mine“ von Bettina Montazem. Die Geschichte um vier junge Sänger, die ihren Traum von der ganz großen Karriere verwirklichen wollen, riss die Zuhörer in der voll besetzten Halle immer wieder zu Beifall hin.

Eine uralte Geschichte

Die Autorin Bettina Montazem ist im Iran geboren und floh mit ihrer Familie während der Revolution nach Deutschland. Sie arbeitete zunächst am Rheinischen Landestheater in Neuss, das mit verschiedenen Produktionen schon oft in Erkelenz zu Gast war, und gründete dann ihr „theater die baustelle“, das nun mit der Uraufführung von „Mein Traum“ das Erkelenzer Publikum begeisterte.

Im Grunde ging es um die uralte Geschichte, wie Menschen mit ihren Träumen umgehen. Lassen sie diese als unerfüllbare Wunschvorstellungen ihr Leben begleiten, oder verwirklichen sie sie. Also nicht: träume dein Leben, sondern lebe deinen Traum.

Bei der beschwingten Musik hielt es manche kaum auf den Stühlen. Man fühlte sich zurückversetzt in die Musik der 1930er Jahre in New Orleans oder erkannte die Musik eines George Gershwin. Und viele alte „Ohrwürmer“, nicht nur aus der eigentlichen Swing-Zeit, erklangen immer wieder: „Over the rainbow“, „Summertime“, „Night and Day“, „Big Spender“. Die vielen Tanz-Szenen glänzten durch Akrobatik und Pantomimisches, wenn dies auch manchmal etwas albern wirkte.

Ein sehr bewegliches Bühnenbild schuf immer wieder neue Schauplätze, auf denen sich die Geschichten um Liebe und Leid, Schein und Sein, Reichtum und Armut abspielten. Dabei ging es dann immer auch um die Frage, was wirklich wichtig ist und wie dieses Wichtige zu verwirklichen ist. Eigentlich hätten es alle 20 Mitwirkenden verdient, namentlich genannt zu werden. Aber belassen wir es mit der Anmerkung, dass die großen Leistungen jedes einzelnen in der Schauspielkunst, bei Gesang, Tanz und in der musikalischen Ausführung zu einer bemerkenswerten Gesamtleistung führten.

Ganz zum Schluss, als der Beifall nicht enden wollte, sangen alle Beteiligten „Auld lang Syne“, das im englischsprachigen Raum zum Jahreswechsel weltweit zu hören ist und in Deutschland unter dem Titel „Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr“ bekannt ist.

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