Heinsberg - Dramatische Szenen in Unterbruch: Nachbarschaftsstreit endet tödlich

Dramatische Szenen in Unterbruch: Nachbarschaftsstreit endet tödlich

Von: Daniel Gerhards
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Die Wurmstraße war am Donnerstag komplett gesperrt. Nur Anwohner wurden zu ihren Häusern durchgelassen. Die Mordkommission ermittelte vor Ort. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg. Ein 75-Jähriger Mann ist am Donnerstag offensichtlich nach einem Nachbarschaftsstreit von einem Polizisten erschossen worden. Vorher hatte er vier Polizisten mit einem Messer verletzt. Ein Mann wurde verhaftet, die Staatsanwaltschaft hat am Freitag die vorläufige Unterbringung des 35-Jährigen in einer Psychiatrie beantragt.

Gegen 8.30 Uhr wurde die Polizei zu einem Streit in einem Mehrfamilienhaus an der Wurmstraße in Heinsberg-Unterbruch gerufen. Ein 35-jähriger Mann war dem Vernehmen nach mit einer Eisenstange auf seine Nachbarin losgegangen.

Es soll dort bereits mehrfach Streit zwischen den Nachbarn gegeben haben. Als die Polizisten den Streit schlichten wollten, tauchte der 75-jähriger Vater des Mannes auf. Er soll mit einem Messer wild auf die Polizisten eingestochen haben. Alle vier Polizisten wurden verletzt, zum Teil schwerst.

Ein Polizist schoss dann auf den 75-jährigen Mann - nach Angaben eines Sprechers traf er den Oberschenkel. „Die Beamten konnten den Angriff nur durch die Abgabe eines Schusses abwehren“, teilt Staatsanwalt Jost Schützeberg dazu mit. Der Polizist wird als Zeuge vernommen, nicht als Beschuldigter. Das spricht dafür, dass die ermittelnde Aachener Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass der Beamte in Notwehr handelte.

Der 35-Jährige schaffte seinen Vater aus der Schusslinie und verbarrikadierte sich mit ihm in seiner Wohnung. Die vier Polizisten alarmierten ein Sondereinsatzkommando (SEK). Das SEK nahm den 35-Jährigen fest. Der 75-jährige Mann erlag seinen Verletzungen.

Die verletzten Polizisten wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Beamter wurde mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Sein Zustand soll wieder stabil sein. Bei einem anderen Polizisten wurde zunächst eine Stich in die Lunge vermutet. Es stellte sich aber heraus, dass das Messer die Lunge verfehlte. Es besteht scheinbar keine Lebensgefahr. Beide Beamten scheinen nicht in Lebensgefahr zu sein.

Die Wurmstraße war am Donnerstag komplett gesperrt. Nur Anwohner wurden zu ihren Häusern durchgelassen. Die Mordkommission ermittelte vor Ort.

Schützeberg rechnet damit, dass Freitagnachmittag neue Erkenntnisse vorliegen. Fest steht bisher nur, dass die Staatsanwaltschaft die vorläufige Unterbringung des 35-Jährigen in einer Psychiatrie beantragt hat.

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