Heinsberg-Randerath - Dokumentation über Historie Randeraths

Dokumentation über Historie Randeraths

Von: defi
Letzte Aktualisierung:
9677140.jpg
Anne Henk-Hollstein (l.), stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, überreichte Bürgermeister Wolfgang Dieder (2.v.l.) das erste Exemplar des Rheinischen Städteatlas Randerath, den Dr. Wolfgang Löhr (3.v.l.) bearbeitet hat. Foto: defi
9677143.jpg
Die Aufnahme zeigt einen Ausschnitt aus der „Topographischen Karte Randerath 1805-07“, die dem Rheinischen Städteatlas Randerath beiliegt. Foto: defi

Heinsberg-Randerath. 1717 brennen in der Stadt 61 Häuser, 46 Scheunen sowie die reformierte Kirche und Schule ab. Diese „Stadt“ hieß, als sie 1094 erstmals erwähnt wurde „de Randenrothe“. Randerath, wie der Heinsberger Stadtteil heute bezeichnet wird, wurde nun mit der Aufnahme in den Rheinischen Städteatlas eine besondere Ehre zuteil, die in angemessenem Rahmen gefeiert wurde.

Der Rheinische Städteatlas ist ein historisch-topographisches Grundlagenwerk zur Geschichte der rheinischen Städte. Das Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte des Landschaftsverbands Rheinland gibt diese inzwischen 98 Titel umfassende Reihe seit 1972 heraus. In die „gute Stube“ der Stadt Heinsberg, das „Trauzimmer“ im Museum Begas Haus, hatten Bürgermeister Wolfgang Dieder und der Landschaftsverband Rheinland anlässlich der Vorstellung des Rheinischen Städteatlas Randerath eingeladen. Musikalisch wurde die Feierstunde gestaltet vom Gitarristen Lukas Rinkens, der gerade beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen 1. Preis gewonnen hatte.

Die stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Anne Henk-Hollstein, zeigte sich sehr angetan von der „wunderschönen Stube“ mit dem alten Eichengebälk im Dachgeschoss des Haus Lennartz und dem Auftritt von Lukas Rinkens, der mit einer Sicherheit auftrat, die nicht vermuten ließ, dass der Schüler der Jugendmusikschule gerade erst seinen elften Geburtstag gefeiert hatte. Bevor Anne Henk-Hollstein Bürgermeister Dieder das erste Exemplar des Rheinischen Städteatlas Randerath überreichte, verwies sie auf die Bedeutung historischer Schriften gerade in Zeiten der Globalisierung. Immer mehr Menschen fänden in der Beschäftigung mit der Geschichte regionale Orientierung und damit Heimat. „Die Beschäftigung mit der Stadtgeschichte hat heute einen hohen Stellenwert.“

40 mal 28 Zentimeter

Bürgermeister Wolfgang Dieder schlug in seiner Begrüßungsrede an die zahlreichen Gäste der Feierstunde einen Bogen, den er vom „historischen Stadtwinkel“ der Kreisstadt – bestehend aus Haus Lennartz, Torbogenhaus und Propstei – bis nach Randerath spannte. Bindeglied ist die Künstlerfamilie Begas, der das Museum Begas Haus, das im „Stadtwinkel“ residiert, gewidmet ist. Die Eltern des in Heinsberg geborenen Künstlers Carl Joseph Begas lebten, wie Dieder erläuterte, bis 14 Tage vor dessen Geburt in Randerath. Franz Anton Begas, Carl Josephs Vater, war Amtmann zu Randerath und hatte 1794 zur Zeit der französischen Besetzung mit seiner Familie Schutz bei seinem Bruder Lambert in Heinsberg gesucht.

Der Städteatlas Randerath ist nach Gangelt, Erkelenz und Geilenkirchen der vierte, der die Geschichte eines Ortes im Kreis Heinsberg darstellt. Bürgermeister Dieder dankte Dr. Wolfgang Löhr aus Mönchengladbach, der die Bearbeitung übernommen hatte, sowie den beiden Randerathern Heinz Franken und Santosh Pinto für wertvolle Hinweise zur Geschichte Randeraths.

Der Randerather Städteatlas hat das große Format von 40 mal 28 Zentimetern. Er beinhaltet einen Text- und einen Kartenteil. Die beiliegenden teilweise historischen Karten sind sogar von doppelter Heftgröße und erlauben ein detailliertes Studium der Örtlichkeit. Nach einem weit gefassten Stadtbegriff werden im Rheinischen Städteatlas neben den seit dem Mittelalter voll entwickelten Städten auch solche Orte berücksichtigt, die in späterer Zeit zur Stadt erhoben wurden oder die seit der französischen Zeit den Stadt-Status verloren haben. Dr. Wolfgang Löhr erläuterte, dass der Städteatlas Randerath anhand einer Stichwortliste der Geschichte des Ortes nachgehe. Die Ausführungen zu Stichworten wie „Erste Erwähnung“, „Bodenfunde“, „Befestigung und Siedlung“ oder beispielsweise „Brände“ sowie die anschaulichen Karten laden zum Stöbern ein.

Der Rheinische Städteatlas Randerath ist zum Preis von 24,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert