Diskussion mit Kandidaten: „Jugend trifft Politik“

Von: emm
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Es gibt viel zu besprechen: Bei „Jugend trifft Politik“ diskutieren junge Leute mit den Politiker, die sie bei der anstehenden Kommunalwahl wählen können. Foto: Laura Emmerling

Erkelenz. Seit einigen Wochen stehen wieder etliche Wahlplakate an den Erkelenzer Straßen. Auf den Werbetafeln werben die Parteien mit Begriffen wie „Chancen“ und „Sicherheit“ um die Stimmen der Wähler. Es ist Kommunalwahlzeit. „Was geht mich das eigentlich an?“, fragen sich besonders Jugendliche beim Anblick der Politikergesichter und vagen Formulierungen.

Denn die Kommunalwahl ist auch Jugendwahl. Alle Jugendlichen ab 16 Jahre sind wahlberechtigt, sie können mitbestimmen, welche Fraktionen im Stadtrat vertreten sind und welche Partei den Bürgermeister stellt. „Viele Jugendliche wissen das gar nicht“, sagt Detlef Bonsack, Leiter des Evangelischen Jugendzentrums ZaK. Anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen am 25. Mai organisierte das Team des Jugendzentrums deshalb in Kooperation mit der Jugendbeteiligung Erkelenz, einem Arbeitskreis des Runden Tisches Erkelenz, die Veranstaltung „Jugend trifft Politik“.

Zweistündiger Austausch

Vertreter von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, der Bürgerpartei und den Freien Wählern waren gekommen, um sich den jungen Leuten vorzustellen und ihnen auf alle Fragen Rede und Antwort zu stehen. Auch die Bürgermeister-Kandidatinnen Astrid Wolters (SPD) und Christel Honold-Ziegahn (Bündnis 90/Die Grünen) waren erschienen.

In einer Vorstellungsrunde bekamen die Parteivertreter die Gelegenheit, den rund 20 interessierten Jugendlichen ihre Partei vorzustellen. In einer anschließenden freien Diskussionsrunde konnten die Schüler den Politikern ihre Fragen stellen. Vor allem der öffentliche Nahverkehr ist ein wichtiges Thema für die Jugend: „Wenn ich am Wochenende eine Freundin besuchen will, die auf dem Dorf wohnt, fährt kaum ein Bus“, kritisierte die Abiturientin Johanna Krause. Es entstand eine Diskussion über innovative Nahverkehrskonzepte, die kosteneffizient sind und den Bedarf der Bürger decken.

Die junge Leute diskutierten auch die Einrichtung einer Gesamtschule in Erkelenz sowie die Forderung nach mehr Transparenz bei der Zusammenarbeit von Stadt und Schulen. Es wurde deutlich: Gesprächsbedarf zwischen Jugendlichen und Politikern gibt es zuhauf. Nach dem zweistündigen Austausch zog die 14-jährige Melina Mischkowyak Bilanz: „Die Beteiligung war zwar nicht so stark wie erhofft, aber ich finde, die Diskussion war sehr interessant.“ Ob die Schülerin später auch wählen gehen wird? „Auf jeden Fall. Ich denke, man sollte seine Stimme nicht verschwenden, sondern nutzen.“

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