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Die West-Bike-Route nimmt Formen an

Von: disch
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So könnte ein Rastplatz auf der West-Bike-Route aussehen: mit Ladesäule, Fahrradparker, Bank und Mülleimer sowie Infoelementen.

Kreis Heinsberg. Was als Projekt unter dem Arbeitstitel „Velo plus“ begann, soll ab dem kommenden Jahr mit dem Namen „West-Bike-Route“ viele Radwanderer in den Kreis Heinsberg locken. Nach der Umsetzung vor Ort, die im Frühjahr ansteht, soll im Sommer 2017 auch die Zertifizierung vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) für die 198 Kilometer lange Strecke erlangt werden.

 Aus dem „zarten Pflänzchen“ sei eine „tolle Sache“ geworden, freute sich am Donnerstagabend der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Verkehr, Franz-Michael Jansen (CDU), nachdem Dr. Holger Borchardt vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung die Pläne für die West-Bike-Route, die immer mehr Formen annimmt, im Heinsberger Kreishaus vorgestellt hatte.

Mit 550 Kilometer Radwanderwegen und einem Knotenpunktsystem, mit dem der Kreis eine Vorreiterrolle eingenommen habe, stehe er nun vor der Herausforderung, dass andere Regionen nachrüsten und aufschließen würden, so Borchardt. Mit Blick auf den Wachstumsmarkt E-Bike und Pedelec und die mit ihnen möglichen höheren Tagesdistanzen gehe es um ein erweitertes Serviceangebot: mit Ladestationen, Rastplätzen und Informationen über touristische und kulturelle Einrichtungen.

Dabei würden auch die Einbindung neuer Medien (zum Beispiel Internetauftritt), ein angepasstes Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie verbesserte gastronomische Angebote eine Rolle spielen. „Die Anforderungen der Radtouristen bedingen stetige Anpassungen.“

Erstellt wurde im Rahmen dieses interkommunalen Förderprojekts unter Einschaltung eines Fach­büros und in Abstimmung mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, den Versorgungsträgern sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) und dem Heinsberger Tourist-Service (HTS) ein radtouristisches Konzept, das die Potenziale aller Kommunen miteinander verbinden soll.

Erklärtes Ziel war die Wahrung einer klaren Routenstruktur – und dies bei Anbindung möglichst vieler „Points of Interest“ aus Natur, Kultur und Freizeit, Verbindung von zehn Rastplätzen, verteilt auf alle zehn Städte und Gemeinden, Nutzung des Knotenpunktnetzes, Berücksichtigung der Streckenqualität im Hinblick auf die ADFC-Zertifizierung, Anbindung von Gastronomiebetrieben und weiteren kleinen und mittleren Unternehmen, Einbeziehung von bisher weniger touristisch frequentierten Regionen sowie Anbindung an den ÖPNV.

Daraus entstanden ist eine Route, die sich quer durch den Kreis schlängelt, die Täler von Wurm, Rur und Schwalm ebenso einbindet wie Seen, Wälder, Heide und andere Naturerlebnisräume, Schlösser und Museen ebenso ansteuert wie beispielsweise den Westzipfel im Selfkant und den Wildpark in Gangelt, Haus Hohenbusch in Erkelenz oder den Selfkantdom in Heinsberg, um nur ­einige Ziele zu nennen.

„Der Versuch, alle Sehenswürdigkeiten ­einzubeziehen, würde eine klare Routenstruktur zerstören“, so Borchardt. Die West-Bike-Route, die als Mehrtagestour angelegt sei, solle mit ergänzenden Tagestouren (zum Beispiel „Drei Länder“ mit Abstechern in die Niederlande und nach Belgien) entwickelt werden, um eine Verbindung zu Nachbarregionen herzustellen und um weitere touristische Angebote zu erschließen. Aber nur die eigentliche West-Bike-Route werde mit einem Routenlogo beschildert.

Hohe Flexibilität bei der Routenwahl skizzierte Borchardt als einen Vorteil bei diesem Mix aus West-Bike-Route und Tagestouren. Mehrere Touren seien ohne Quartierwechsel möglich. Radwandergästen könne ein mehrtägiges Angebot offeriert werden.

Die Rastplätze mit Ladesäulen sollen sicheres Aufladen – sowohl diebstahlsicher als auch technisch sicher in Bezug auf den eigentlichen Ladevorgang – ermöglichen sowie sicheres Abstellen (von Fahrrad wie Gepäck). Es können Bänke, Tische und Mülleimer dort platziert werden. Infotafeln sollen dazu animieren, während des ­Ladevorgangs die Umgebung zu ­erkunden.

Eine Anregung kam aus dem Ausschuss: Auch an die vorhandenen Spielplätze als Ziele für Familien sollte bei der West-­Bike-Route gedacht werden.

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