Die Vereine wollen den Karneval retten

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Erkelenz. Was ist gut gelaufen in der vergangenen Session? Wo gab es Probleme? Was kann man tun, um das Brauchtum Karneval zu schützen? Darüber diskutierten Vertreter der Karnevalsvereine bei ihrem Sessionsrückblick, zu dem Bürgermeister Peter Jansen wie jedes Jahr eingeladen hatte.

Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Stadtverwaltung sei weitestgehend reibungslos verlaufen, zogen alle Teilnehmer der Runde ein positives Fazit.Eine Herausforderung sowohl für die Vereine als auch für die Stadt stellen zunehmend die Karnevalszüge dar. Technoparty auf den Wagen, stark alkoholisierte Jugendliche, Unmengen von Müll und zerschlagene Bierflaschen auf der Straße, „dies hat mit Karneval nichts mehr zu tun“, waren sich alle einig.

Dass dies im Einzelfall dazu führen kann, Züge erst gar nicht laufen zu lassen, zeigt sich am Beispiel Nachtzug in Hetzerath. Für 2014 plant die Gemeinschaft der Vereine zwar wieder einen Zug, wie Vorsitzender Gerd Schmalen anklingen ließ, aber „kleiner und übersichtlicher soll er werden“. Gespräche mit Behörden und Sicherheitsfirmen laufen schon. Nur gemeinsam könne man dem Trend zur „Love-Parade in Kleinformat“ entgegentreten, meinte Bürgermeister Jansen.

„Überreglementierung“ könne aber nicht das Ziel sein, betonte der Erste Beigeordnete Dr. Gotzen. Denn „sonst haben alle keinen Spaß mehr“. Vielmehr sollten durch klare Regularien Gefahren und Unfälle verhindert und ungetrübte Karnevalsfreude gewährleistet werden. „Wir wollen, dass die Züge laufen.“

Auf eine gemeinsame Gangart einigten sich die Vereine: für die Teilnahme an Karnevalszügen im Stadtgebiet sollen künftig einheitliche Vorschriften gelten. Auch die Konsequenzen bis hin zum Ausschluss vom Umzug sollen überall gleich sein. Was künftig erlaubt und was verboten ist, werden die potenziellen Zugteilnehmern frühzeitig erfahren. Eine Informationsveranstaltung ist für Ende 2013 geplant.

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