Die „Siebenschreiber“ stellen ihr erstes Buch mit eigenen Texten vor

Von: Monika Baltes
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Die „Siebenschreiber“ auf der Treppe ihrer Heimatadresse Wegberger Mühle. Foto: Monika Baltes

Wegberg. „Für uns ist der heutige Tag etwas Besonderes“, begrüßte Günter Arnolds mehr als hundert Gäste in der Wegberger Mühle. „Uns“, damit meinte er die „Siebenschreiber“, eine Gruppe der Schreibwerkstatt des Aktionskreises Wegberger Mühle (AWM) und eine Premierenlesung ist in der Tat etwas Besonderes.

Schon zum dritten Mal raschelten die „Herbstblätter“, eine Veranstaltungsreihe des AWM, aber zum ersten Mal ging es um die Vorstellung eines eigenen Buches: „Das Buch der Siebenschreiber – Lebenszeiten.“

480 Gramm schwer, mit 36 Beiträgen von sieben Schreibern: Günter Arnolds, Anneliese Baatz, Cora Imbusch, Annemarie Lennartz, Inga Lücke, Renate Müller, und Peter C. Schmidt. 240 Seiten, vollgepackt mit den Zeiten des Lebens, mit Erzählungen, Krimis, Wortspielereien, Gedichten und Geschichten.

Ein bisschen nervös waren sie wohl alle, Cora Imbusch war sogar sehr nervös. Angespannt wartete sie auf ihren Teil der Lesung, immer wieder aufgemuntert von ihren Schreibfreunden.

Zu einer freundschaftlichen Gruppe seien sie zusammengewachsen, berichteten die Autoren. Gemeinsam Ideen zu entwickeln und Schreibstile auszuprobieren, aber auch konstruktive Kritik und gegenseitige Ermutigungen, das mache die „Siebenschreiber“ aus. Nein, das Buch sei nicht ein großes Ziel am Anfang des Weges vor fünf Jahren gewesen.

Entwickelt habe sich dieser Weg und auf das Ergebnis sind sie alle stolz, auch wenn sie noch ein wenig Angst haben, vor der Publikumsreaktion. Noch.

An einem stimmungsvoll beleuchteten Pult mit einem Strauß bunter Herbstblumen nahmen sie also Platz, die Autoren. Und ließen die Zuhörer eintauchen in ihre „Lebenszeiten“, berichteten von der Angst vor dem weißen Blatt, von der Wichtigkeit des ersten Satzes, von Mülltrennungen auf Beziehungsebene, vom Shoppen mit dem Ehemann und dem Ausblick auf den Lago Maggiore.

Mühelos überzeugten sie das Publikum, regten zum Nachdenken an, entlockten ein Lächeln, bescherten überraschende Wendungen und Déjà-vu-Erlebnisse. Die Zuhörer wurden mitgenommen auf den Streifzug durch das Leben, vielfältig, spannend, wechselvoll. Und ein Sahnehäubchen gab es obendrauf: den Genuss, die Geschichten vorgelesen zu bekommen, denn die Schreiber erwiesen sich als talentierte Leser. Spätestens zur Pause war klar, die Publikumsreaktionen war durchweg positiv und an Applaus mangelte es nicht.

Das Buch ist ab sofort erhältlich und kann bei den „SiebenSchreibern“ oder im örtlichen Buchhandel bestellt werden.

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