Wassenberg - Die Organspende in der Diskussion

Die Organspende in der Diskussion

Letzte Aktualisierung:

Wassenberg. Der Hospizdienst Regenbogen lädt für Mittwoch, 17. September, zu einem „Wassenberger Hospizgespräch“ ein. Beginn ist um 19.30 Uhr im Johanniter-Stift Wassenberg. Dabei wird das Thema „Organtransplantation“ kontrovers von Dr. Ulrike Wirges, der geschäftsführenden Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation in NRW, und Pfarrer Dr. Titus Reinmuth, dem Vorsitzenden des ambulanten Hospizdienstes Regenbogen, diskutiert.

Im Mittelpunkt stehen die ethischen Fragen rund um die Organspende. „Das trägt man heute“ – so werben Prominente auf großen Plakaten für den Organspendeausweis. Moderator Markus Lanz, Schauspielerin Eva Habermann und andere bekannte Gesichter plädieren so für eine Entscheidung zur Organspende.

Vor einigen Monaten bekamen alle Versicherten Post von ihrer Krankenkasse: einen Organspendeausweis und Informationsmaterial verbunden mit der Aufforderung, eine persönliche Entscheidung zu treffen und schriftlich festzuhalten. So sieht es das neue Transplantationsgesetz vor. Die Organspende ist mehr denn je in der Diskussion. Darauf reagiert der ökumenische ambulante Hospizdienst Regenbogen aus Wassenberg mit der Diskussionsrunde.

Dr. Ulrike Wirges und Pfarrer Dr. Titus Reinmuth diskutieren auf dem Podium und stellen sich den Fragen des Publikums. Dabei sollen aus theologischer und medizinischer Sicht die ethischen Fragen im Mittelpunkt stehen: Ist es gut und richtig, Organe zu spenden? Unter welchen Voraussetzungen? Ist es unsozial, sich dagegen zu entscheiden? Was bedeutet es für den Sterbeprozess, wenn ein Mensch Organe spendet? Muss die Medizin alles tun, was sie kann? Solche und andere Fragen sollen strittig diskutiert werden – nicht um eine bestimmte Position zu unterstützen, sondern um im Gespräch zu lernen und die persönliche Entscheidung zu fördern.

Die Wassenberger Hospizgespräche haben eine lange Tradition. Mitte der 90er Jahre waren sie der Ausgangspunkt für die Hospizbewegung in der Region. Immer wieder wurden dabei die sonst tabuisierten Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer offen diskutiert.

Wirges ist Ärztin, sie wird aus medizinisch-ethischer Sicht begründen, warum die Organspende eine „gute Sache“ ist. Reinmuth hat auf seinem Organspendeausweis das „Nein“ angekreuzt. Das Wassenberger Hospizgespräch ist offen für alle Interessierten, der Eintritt ist frei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert