Wassenberg-Ophoven - Die Ophovener packen an, damit ihr Dorf sauber wird

Die Ophovener packen an, damit ihr Dorf sauber wird

Von: Nick Kaspers
Letzte Aktualisierung:
14399876.jpg
Für ein sauberes Dorf: In Ophoven packten bei der Müllsammelaktion des Ortsrings Helfer aller Altersklassen kräftig mit an. Foto: Nick Kaspers

Wassenberg-Ophoven. „Unser Dorf soll schöner werden“ lautete das Motto bei der Müllsammelaktion in Ophoven. Der Ortsringvorsitzende Dirk Schulze hatte die Ophovener zum Reinemachen im Dorf eingeladen, das seit etwa fünf Jahren jährlich stattfindet. Ein Grund für dieses Treffen war die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem kleine Orte und Dörfer für ihren Zustand und ihre Entwicklung ausgezeichnet werden.

Ophoven gewann vor langer Zeit die erste Gold-Plakette des Wettbewerbs auf Landes- und Bundesebene und konnte sich vor drei Jahren die Silber-Plakette auf Kreisebene sichern. Um an diese Erfolge anzuknüpfen, folgten zahlreiche Einwohner der Einladung des Ortsrings und halfen, ihr Dorf zu verschönern.

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, organisiert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, besitzt bereits eine ausgeprägte Tradition. Graf Lennart Bernadotte, damaliger Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, initiierte 1961 den ersten Bundeswettbewerb dieser Art, damals unter dem Namen „Unser Dorf soll schöner werden“.

Im Laufe der Zeit gewann der Wettbewerb immer mehr an Teilnehmern und somit auch an Komplexität und Vielfalt. 1998 erhielt er dann den Zusatz „Unser Dorf hat Zukunft“, welcher sich 2007 zum alleinigen Titel des Wettbewerbs entwickelte. 2016 wurde der Bundesentscheid erstmalig Teil des Bundesprogramms für Ländliche Entwicklung. Dieses Jahr findet der 26. Bundeswettbewerb von „Unser Dorf hat Zukunft“ statt. Teilnehmen können dabei Dörfer mit bis zu 3000 Einwohnern.

Bewertet werden hierbei nicht nur der Zustand des Dorfes, sondern auch die Entwicklung durch die bürgerschaftlichen Aktivitäten.

Bei der Aufräumaktion waren alle Altersgruppen vertreten, sie machten sich tatkräftig mit eigens mitgebrachten Arbeitshandschuhen, Schubkarren und Werkzeugen an die Arbeit. Rund um Ophoven sammelten sie dabei eine Menge Müll. Neben einem besseren Abschneiden beim Wettbewerb sei ein weiteres Ziel der jährlichen Säuberung, einen Erziehungseffekt bei den Bewohnern zu erreichen.

Außerdem wolle man dazu beitragen, dass sich die Ophovener im Ort wohler fühlen, sagte Wilfried Ritterbecks, erster Geschäftsführer des Dorfverschönerungs-Vereins Ophoven, der bei der Dorfsäuberung mit anpackte. Er sieht dieses Ziel eindeutig erfüllt, da immer mehr Jugendliche an der jährlichen Säuberung teilnehmen.

„Eine Ruhe-Oase“

Außerdem gehe die Menge des Mülls trotz ähnlicher Helfer-Zahl wie im vergangenen Jahr zurück, erklärte Ritterbecks. „Unser Dorf ist nach getaner Arbeit für uns alle eine Ruhe-Oase. Ein Platz, an dem wir Energie tanken und an dem wir uns wohlfühlen“, hieß es in der Einladung des Treffens. Das käme durch die engagierte Hilfe der Ophovener zustande.

Im Anschluss konnten sich die Helfer an der Mehrzweckhalle für ihre getane Arbeit mit einer Grillwurst und kühlen Getränken belohnen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert