Wassenberg - Die Oberstufe bekommt eine neue Struktur

Die Oberstufe bekommt eine neue Struktur

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Thementage der Oberstufe sollen bleiben. Dabei könnten die Schüler nur profitieren, meint die Leitung der Oberstufe. Zuletzt wurde beim Thema Berlin in Anspielung an Christos ein alter Käfer verhüllt.

Wassenberg. Die Oberstufe der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg wird neu organisiert. Bislang wurde sie als sogenannte Profil-Oberstufe geführt. Die Schüler wählten als prägendes und strukturierendes Merkmal ihrer Schullaufbahn zu Beginn der Einführungsphase zwischen den Profilen Deutsch/Kunst, Englisch/Geschichte und Biologie/Erdkunde.

Damit legten sie sich früh auf ein Leistungskursfach fest. Das wird jetzt anders.

Seit Beginn des Schuljahres hat Markus Görtz die Leitung der Oberstufe von Michael Bodmann übernommen. „Natürlich bot das die Gelegenheit, die bisherige und zukünftige Entwicklung unserer Oberstufe in den Blick zu nehmen“, sagte er. Dazu sammelte Görtz im bestehenden Arbeitskreis Oberstufe und bei den aktuellen Schülern in einer Umfrage Erfahrungen und Ideen zur Weiterentwicklung und Verbesserung.

Schüler äußern Kritik

„Deutlich kam dabei heraus, wie zufrieden unsere Oberstufenschüler mit dem allgemeinen Schulklima sind. Sie lobten besonders die positiven Kontakte zu meinen Kollegen und die vielfältig erfahrene individuelle Beratung und Förderung“, sagte Görtz. Jedoch gab es auch kritische Anmerkungen. Im Fokus habe dabei der besondere Charakter der Profiloberstufe gestanden, so Görtz. „Diese wurde eindeutig nicht mehr als Vorteil unserer Schule angesehen.“ Denn – und das hätten die Schüler sehr deutlich formuliert – es stehe insbesondere bei der Wahl der Leistungskurse durch die frühzeitige Festlegung nur ein begrenztes Angebot zur Verfügung. „Darauf haben wir reagiert“, erklärt der Oberstufenleiter.

Alle schulischen Gremien haben mittlerweile getagt und entschieden, dass mit dem neuen Schuljahr die Profiloberstufe ausläuft und bereits der nächste Jahrgang der Einführungsphase von den neuen Regelungen profitiert. „Dadurch, dass wir mehr als 100 Schüler aufnehmen, können wir in Zukunft ein breites Leistungskursangebot machen und viele Kombinationen von Leistungskursen ermöglichen.“ Markus Görtz ist davon überzeugt, dass die Reform in Wassenberg greift und den Standort mit einer großen und vielfältigen Oberstufe weiter stärkt.

Bleiben sollen aber die sogenannten Thementage. Dabei haben bisher die Profile zweimal im Jahr fächerübergreifend zusammengearbeitet. „Das wollen wir auf jeden Fall erhalten“, kündigt er an. „Auch hier können unsere Schüler nur profitieren. Denn jetzt können wir Projektwochen thematisch vielfältiger organisieren und dabei den individuellen Neigungen und Fähigkeiten unserer Schüler noch besser gerecht werden.“

Welche besondere Qualität gerade das fächerübergreifende Arbeiten haben kann, zeigten einmal mehr die gerade zu Ende gehenden ersten Thementage des Schuljahres. Das Profil Deutsch/Kunst hatte sich zum Beispiel mit dem Thema „Berlin: Hinter dem Vorhang – Verhüllung und Enthüllung“ beschäftigt. Alle Ergebnisse wurden zum Schluss als eine multimediale Installation auf dem Schulhof präsentiert.

In Anlehnung an Christos Verhüllungen des Reichstags und des 1963 verpackten VW Käfers verpackten die Schüler ein Auto als Symbol für Berlin, das als Kreativmotor für Kunst, Literatur, Musik und Film gilt.

Die Verpackung malten sie mit typischen Streetart-Motiven und benutzten dazu Motive des Künstlers Banksy. Im Auto sitzend konnte man Musik über Berlin ab den 20er Jahren bis heute anhören und wie im Autokino auf Leinwand projizierte Bilder von Berlin anschauen.

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