Erkelenz-Kuckum - Die Niers gerät in den Blick der Dadaisten

Die Niers gerät in den Blick der Dadaisten

Von: hewi
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Beim Start des dadaistischen Trios in Kuckum auf dem Weg von der Quelle zur Mündung (v.l.n.r.): Dr. Horst Suchomel, Peter Jansen, Jochen König und Peter Höfer. Foto: hewi

Erkelenz-Kuckum. Derzeit treiben sich „drei freilaufende Dadaisten“ entlang der Niers herum. Mit etwas Glück und Orientierungssinn werden sie jetzt aber das Stadt- und Kreisgebiet schon verlassen haben und bewegen sich schnurstracks in Richtung Mündung des kleinen Flusses.

Bürgermeister Peter Jansen begrüßte das Trio an der Kuckumer Kirche und wies ihnen den Weg zur Niersquelle. Von dort aus wollen Jochen König, Peter Höfer und Dr. Horst Suchomel aus dem Mannheimer Raum entlang der Niers wandern und ihr bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Gennep folgen.

Warum sie das tun? Weil es ihnen Spaß macht. So viel Spaß, dass sie zu ihren Wanderungen auch jeweils eine Sonderausgabe des dadaistischen Magazins „Das dosierte Leben“ erstellen. Vor einigen Jahren erwanderten sie schon die Emscher, weitere kleine Flüsse sollen folgen, wie König beim Start in Kuckum erklärte. Auf die Niers kamen die drei Kunstwanderer, weil Suchomel in seiner Jugend ein Internat in Goch besuchte und die Niers bei ihm quasi Jugenderinnerungen weckt.

Immer wieder tun sich die drei zusammen, um gemeinsam bei „leicht exzentrischen“ Aktionen gemeinsame Freizeit zu verbringen und das Ergebnis dann gemäß ihrer Maxime „Die Dosis macht´s“ auch künstlerisch zu verarbeiten. Im normalen Leben beschäftigen sie sich mit Marketing, Chemie und KFZ-Mechanik, weshalb ihnen die gemeinsamen Aktionen wie die derzeitige Wanderung gerade recht kommen, um ihr kreatives Potenzial auszuleben und etwas zu erleben. Denn wo sie auf ihrer mehrtägigen Wanderung einkehren, wissen sie erst, wenn es soweit ist – wenn die Füße müde werden und der Hunger sich meldet.

Da sie ihre Wanderungen vorher ankündigen, war klar, dass Jansen sich am Start einfand, um ihnen ein wenig über die Gegend, ihre Zukunft und den Tagebau zu erzählen. Denn die Niers, wie wir sie heute kennen, wird es in ein paar Jahren wegen des Tagebaus in der Form nicht mehr geben. Somit ist es nur recht, wenn ihr nun in künstlerischer Form ein Denkmal gesetzt wird. Die üblichen Gastgeschenke, mit denen Besucher der Stadt bedacht werden, gibt es jedoch erst, wenn morgen ihr Auto in Kuckum abholen. Schließlich sollte das Marschgepäck nicht zu schwer sein. So sehr „dada“ sind die drei dann auch nicht.

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