Die musikalische Freundschaft verbindet

Von: Johannes Bindels
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Es war ein ganz besonderes Konzert, das die Formationen Kreuzweise und Undivided ihrem begeisterten Publikum präsentierten. Erst nach über zwei Stunden setzten die Gruppen mit einem gemeinsamen Auftritt den musikalischen Schlussakkord im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg. Zu einem Benefizkonzert für den ambulanten Hospizdienst Regenbogen hatte die Wassenberger Band Kreuzweise eingeladen. Gemeinsam mit dem A-cappella-Sextett Undivided aus Miami (USA) gestalteten die beiden Bands im Wechsel einen musikalischen Hochgenuss für das Publikum im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule.

Dass der Erlös aus den Einnahmen, die an diesem Abend stolze 2860 Euro betrugen, komplett dem Hospizdienst zufließen konnte, war der Unterstützung der Stadt Wassenberg, der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg und vor allem dem Kreiswasserwerk als Hauptsponsor zu verdanken. Für Letzteren standen Landrat Stephan Pusch und Michael Leonards mit ihrer Zustimmung, wie Dr. Titus Reinmuth als Sprecher von Kreuzweise betonte.

Die inzwischen überregional bekannte Band Kreuzweise hatte die A-cappella-Formation Undivided auf dem Evangelischen Kirchentag, der im vergangenen Jahr in Stuttgart stattfand, kennengelernt. Dort vereinbarten sie einen gemeinsamen Auftritt. Im Zuge einer Tourneereise von Undivided nach Düsseldorf und Köln realisierten die befreundeten Musiker diesen. „Was uns als Band ausmacht, ist die Freundschaft, die uns verbindet“, stellte Thorsten Odenthal gleich zu Beginn einen wesentlichen Pfeiler der Qualität von Kreuzweise heraus.

In der Besetzung mit Silke Kuhn (Gesang), Jutta Graab-Ehlig (Gesang), Klaus Reinhardt (Schlagzeug), Titus Reinmuth (Bass), Stefan Bimmermann (Keyboard), Markus Feiter (Gitarre) und Carmen Mevissen (Saxofon) präsentierte die Gruppe Auszüge aus den beiden Rockstories „Rut“ und „Jesus“ in gewohnt überzeugender Weise. Mit dem ersten Song „Das Leben feiern“ war thematisch der roten Faden des Abends gesponnen.

Dass im Forum gefeiert wurde, war auch dem Sextett Undivided zu verdanken. Ungeteilt und ganzheitlich mit Gesang, Percussion mittels Stimmen, Tanz und Einbezug des Publikums präsentierte die Gruppe ihr Können und breites musikalisches Spektrum aus Gospel, Soul, RnB, Jazz, Pop, Reggae sowie lateinamerikanischen Rhythmen. In der Besetzung Ruben Aponte (1st Tenor), Israel Sierra (1st Tenor), Josue Hernandez (2nd Tenor), Braulio Rivera (2nd Tenor), Richard Aponte (Bariton und Vocal Percussion) und Melvinsky Ramirez (Bass) faszinierten sie mit ihren Stimmen. Mit „Vivir mi vida“ – spanisch für „das Leben erleben“ – präsentierten sie den Song, der authentisch ihre Musik wiedergab. Auf der Bühne lebten sie gemeinsam mit dem Publikum ihre Musik. Exemplarisch dafür stand der Percussion-Vocal-Dialog von Braulio Rivera und Richard Aponte. Bei „Lord I lift“ sang das gesamte Publikum mit; bei „Chacha“ tanzten sie gemeinsam mit Zuschauerinnen im Salsa-Rhythmus.

Nach zwölf Beiträgen als Ballade oder Rocksong von Kreuzweise und zehn Songs von Undivided endete ein mehr als zweistündiges Konzert mit einem gemeinsamen Beitrag, für den beiden Gruppen nur eine halbe Stunde Zeit zum Proben hatten, wie Thorsten Odenthal scherzhaft formulierte. Für einen gelingenden Abend hatten beide Gruppen sich vor dem Konzert – Backstage symbolisch einen Kreis bildend – eingestimmt. Ein positives und nachahmenswertes Zeichen der Verbundenheit, das an diesem Abend auch auf das begeisterte Publikum übertragen werden konnte. Das erlebte ebenso einen gewinnbringenden Abend wie der Hospizdienst Regenbogen für die Unterstützung seiner sozialen Arbeit. Eine gelungene Synthese von Genuss und Arbeit.

Wer das Konzert verpasst hat, sich aber trotzdem einen Eindruck von dem besonderen Stil der Formation Undivided machen will, kann dies im Internet unter www.promikon.de/konzertbuero/undivided-aus-miami/reinhoeren.html tun.

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