Wegberg - Die meisten kritischen Fragen richten sich an die AfD

Die meisten kritischen Fragen richten sich an die AfD

Von: Monika Baltes
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Diskussionsrunde
Interessiert, hartnäckig, kritisch: Die Schüler des Wegberger Maximilian-Kolbe-Gymnasiums ließen sich bei der Podiumsdiskussion im PZ nicht mit einfachen Antworten abspeisen. Foto: mib

Wegberg. Die Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums in Wegberg wollten die Informationen zur anstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen aus erster Hand bekommen. Deswegen wurden Politiker von CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und Piraten zur Diskussion eingeladen.

Sie hatten zur Podiumsdiskussion im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Schule die Landtagskandidaten Thomas Schnelle (CDU), Ralf Derichs (SPD), Hans Josef Dederichs (Grüne), Dominik Goertz (Die Linke), Jürgen Spenrath (AfD), Dennis Crakau (Piraten-Partei) und den Direktkandidaten zur Bundestagswahl, Dr. Klaus Wagner (FDP), eingeladen.

Bis auf den letzten Platz besetzt war das PZ mit jungen Leuten, die von Schülersprecher Tobias Becker und SV-Mitglied Lara Hens begrüßt wurden.

Als gute Wahl der Schülervertretung erwies sich der Moderator der Veranstaltung. Georg Schmitz, stellvertretender Bürgermeister in Wegberg und erfahrener Kommunalpolitiker, leitete die Diskussion mit Augenmaß, Fingerspitzengefühl und festem Blick auf die Uhr. Souverän reagierte er auf die kurzzeitig aufgekommenen Sprechchöre gegen die AfD und forderte Respekt für andere Standpunkte ein. Sekunden später war Ruhe.

Alle Parteivertreter stellten eigene Person und Wahlprogramm kurz vor, um sich anschließend den Fragen des Publikums zu stellen. Von den ursprünglich angedachten fünf Themenfeldern blieben aus Zeitgründen schließlich drei übrig: Innere Sicherheit, Bildungspolitik und Wirtschaftsstandortpolitik.

Im direkten Vergleich traten die unterschiedlichen Auffassungen etwa zu mehr Video-Überwachung, dem dreigliedrigen Schulsystem oder bei der Frage, wie Wirtschaftswachstum und Klimaschutz unter einen Hut zu bekommen seien, deutlich zutage. Immer wieder schnellten die Arme der Fragesteller in die Höhe. Intensiv hatten sich die Oberstufenschüler der Sozialwissenschaftskurse im Unterricht auf die Diskussion vorbereitet.

Die Fragesteller präsentierten sich als Verfechter der Demokratie und überzeugte Europäer. Und sie ließen nicht locker, bohrten nach, fragten noch einmal, wenn ihnen die Frage nicht hinreichend beantwortet zu sein schien. Mit Sätzen wie „Steht die Tür offen, ist das Haus in Gefahr“ (Jürgen Spenrath, AfD) ließen sie sich nicht abspeisen, die meisten kritischen Fragen gingen an den Kandidaten der AfD.

Nicht nur Moderator Georg Schmitz hatte offensichtlich Freude an den vielen politisch interessierten jungen Menschen im PZ, auch die stellvertretende Schulleiterin Maj Kuchenbecker war zufrieden mit der großen Resonanz. Der Wunsch zu dieser Veranstaltung sei direkt aus der Schülerschaft gekommen, hatte der Moderator zu Beginn der Veranstaltung betont, und das, obwohl die „meisten Zuhörer hier bei der Landtagswahl noch gar nicht wählen dürfen“.

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