Die letzten Höhepunkte der Session

Von: Anna Petra Thomas und Günter Passage
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Im rot-weiß geringelten Kleid mit Frack drüber und Perücke aus roten Wollfäden: So präsentierte sich eine der Waldenrather Fußgruppen im Veilchendienstagszug. Foto: Anna Petra Thomas
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„Unser Dorf soll sauber bleiben“ lautete das Motto der „Putzfrauen“ im Veilchendienstagszug von Gerderhahn. Foto: Günter Passage
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Wenn der Kinderwagen für den Nachwuchs ausgedient hat, ist er immer noch als fahrbarer Untersatz fürs Tipi zu gebrauchen. Foto: anna
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Eine bunte Gruppe: Die Kunstmaler zogen mit viel Humor über die Straßen von Keyenberg. Foto: Günter Passage
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Die Waldenrather Wikinger hatten für ihre Jüngsten ein kleines Schiff gebaut. Foto: Anna Petra Thomas

Waldenrath/ Gerderhahn/ Keyenberg. Am Dienstag sind die letzten drei Karnevalszüge im Kreis Heinsberg gezogen. Trotz schlechten Wetters war die Stimmung prima.

Eine Stunde und 20 Minuten dauerte es in Waldenrath beim Veilchendienstagszug, bis der Zuschauer alles gesehen hatte. Den Anfang machte die Löschgruppe Straeten der Freiwilligen Feuerwehr, die ihre Kameraden in Waldenrath erstmals unterstützte. Höhepunkt war wie immer der Elferratswagen der Karnevalsvereinigung Wooder Wend.

Obwohl der Wooder Wend selbst gar kein Prinzenpaar hat, waren dieses Mal sogar zwei im Zug. Traditionell fuhren in dieser Session Daniel I. und Kim von der KG La Strada Olé aus dem Nachbarort Straeten mit, gefolgt von einem Wagen der KG Drömmer Hahne mit Daniels Zwillingsbruder David I. und seiner Prinzessin Steffi an Bord. Die beiden Prinzen stammen aus Waldenraths Nachbarörtchen Pütt und feierten vor quasi heimischem Publikum das grandiose Finale einer für sie einzigartigen Session.

Musikalisch eingestimmt hatten die Zuschauer am Anfang des Zuges das Trommler- und Pfeifercorps sowie der Musikverein. Danach folgten die ersten großen Wagen, von denen dieses Mal 31 im Zug waren, aus dem Heinsberger Land, aber auch aus Geilenkirchen sowie aus den Selfkant-Gemeinden. „Wir hatten auch schon mal über 40, aber dann kriegen wir hier in Waldenrath die Kurve nicht mehr“, erklärte Wend-Präsident Detlef Schumacher beim Blick auf die lange Teilnehmerliste mit rund 2500 aktiven Narren auf der Straße.

Traditionell mischten sich zwischen die großen Wagen die Waldenrather Fußgruppen, die wie immer mit Kind und Kegel unterwegs waren, als Wikinger, als Indianer, als Clowns oder gar als Windräder, wie sie derzeit in der Nähe von Waldenrath gebaut werden. Zwei große Wagen kamen ebenfalls aus Waldenrath. Auf einer großen Lok grüßte die Frauengemeinschaft unter dem Motto „Harry Potter und die Wooder Mädches auf der Suche nach dem Wein der Weisen“. Einer großen hölzernen Festung folgten jede Menge Römer, die betonten: „Aus Woore wird jetzt regiert!“

Beeindruckend war, dass auch die großen Gruppen, die oft schon mehr als ein halbes Dutzend Züge absolviert hatten, für die Kinder noch Süßigkeiten oder sogar Obst dabei hatten, bevor der Wooder Wend die Gäste am Straßenrand mit blühenden Primeln beglückte.

In Gerderhahn fand der Abgesang auf die diesjährige Session mit einem bunten Umzug statt. Für die Einheimischen und die vielen auswärtigen Gäste, die sich in Fußgruppen oder mit Motivwagen in den letzten der zahlreichen Umzüge im Erkelenzer Land einreihten, war dies ein grandioser Tag.

Der Umzug bot ein herrliches Bild mit den Gerderhahner Putzfrauen, den wilden Tieren aus Wegberg und den Astronauten der „Crew of Madness“. Bunte Musikgruppen sorgten mit ihren musikalischen Einlagen dafür, dass die Narren an den Straßenrändern schunkelten und mitsangen.

Über allem thronte mit Prinz Georg I. und Prinzessin Gudrun I. das aktuelle Jenhaner Prinzenpaar. Nicht nur sie beförderten während des gesamten Umzuges Kamelle und weitere Leckereien unter das närrische Volk. Was im beschaulichen Gerderhahn geboten wurde, war ein krönender Abschluss des diesjährigen Straßenkarnevals.

Trotz Windes und frischer Temperaturen feierten die Narren auch in Keyenberg zünftig den Ausklang des diesjährigen Karnevals. Die Narrenschaar versammelte sich am Dienstagvormittag auf dem Schulhof. Von dort zog der kleine närrische Lindwurm unter der Leitung der noch jungen KG Grubenrand-Piraten mit ihrem Schlachtruf „Breetloof“ über die Straßen des Ortes. Für den guten Ton sorgte der Keyenberger Musikverein.

Auch in diesem Jahr hatte sich die überschaubare Anzahl der Keyenberger Jecken wieder einiges einfallen lassen. So sah man neben dem Narrenschiff der Piraten die Gruppe der Kunstmaler. Einheitlich in die gleichen Kostüme gewandet, winkten sie den am Straßenrand ausharrenden Narren zu. Dass die Welt trotz der bevorstehenden Umsiedlung in Keyenberg noch in Ordnung ist, bewiesen auch einige junge Familien mit Kindern, die sich als Giraffen und Zebras verkleidet am Zug beteiligten.

Der Ausklang der diesjährigen Session fand nach dem Umzug bei Musik, Wein und Bier in der Keyenberger Mehrzweckhalle statt.

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