Die Kinder von der Martinus-Schule führen ihr eigenes Märchen auf

Von: Anna Petra Thomas
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Starke Leistung: „Die schwierige Rettung“ heißt das Märchen, dass die Kinder der dritten Klasse in der Orsbecker Martinus-Schule geschrieben und als Theaterstück aufgeführt haben. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Orsbeck. Märchen stehen in diesem Schuljahr auf dem Stundenplan der dritten Klasse in der Martinus-Schule in Orsbeck. Mit ihrer Klassenlehrerin Jasmin Dahm haben sich die Kinder intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

Sie haben darüber hinaus auch ein eigenes Märchen geschrieben und es, begleitet von ihrer Lehrerin, bis zu einer bühnenreifen Aufführung weiter bearbeitet – mit ganz viel Engagement und Spaß, wie die Zuschauer bei der Premiere in der Turnhalle erleben konnten.

„Die schwierige Rettung“ heißt das Stück, das die Schüler ihrem Publikum in acht unterschiedlichen, kleinen Szenen darboten. „Es war einmal …“ beginnt es wie so viele Märchen. Eine der Hauptfiguren ist Prinzessin Amelia (Mona Jagdfeld), die ohne schützende Ritter (Max Danneberg, Jan Greger, Luis Jütten und Julian Stasch) mit ihrer Dienerin (Lina Musong) zum Apfelpflücken geht. Dabei wird sie vom Trollkönig (Luca-Elias Brettschneider) entführt.

Drei Aufgaben muss der Prinz (Jonas Pattscheck) nun lösen, um die Prinzessin zu befreien: einen Kristall vom Nebelberg und sieben Goldmünzen aus sieben Ländern holen sowie die Hexe des Waldes (Keira Jansen) zum Trollkönig bringen. Nach gelungener Rettung erlaubt die Königin (Adia Landauer) dem Prinzen, die Prinzessin zur Frau zu nehmen. „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“, lautet der letzte Satz auch dieses Märchens.

In der Ferien bearbeitet

In weiteren Rollen dabei waren ein Schmied (Keanu Gerighausen), ein armes Mädchen (Hannah Kreim), zwei Trolle (Mikail Karul und Vivian Mertens) und ein Hase (Alicia Gerdau). Die Idee zu dem Stück hatten Jonas Wegmann, Jonas Pattschek, Keira Jansen, Lina Musong und Joshua Richert entwickelt sowie mit Hilfe ihrer Lehrerin in das Theaterstück umgewandelt.

Bis zu den Weihnachtsferien waren das Märchen und schon Teile der Handlung geschrieben. In den Ferien hat Julia Dahm es in das komplette Stück umgewandelt, vor allem die Handlung so angepasst, dass alle Schauspieler eine für sie jeweils individuell passende Rolle hatten – groß oder klein, mit oder ohne Sprechtext.

Die übrigen Kinder der Klasse engagierten sich in Bühnenbau und Requisite, übernahmen die Funktion von Erzählern, bedienten den Vorhang oder waren die Tonmeister, hatten Kostüme und Requisiten besorgt oder sich ums Bühnenbild gekümmert. Alle zusammen hinterließen nach 30 Minuten auf den Bänken vor der Bühne ein begeistertes Publikum.

Natürlich war auch die Lehrerin glücklich. Vor allem sei bei diesem Projekt das gemeinsame Tun wichtig gewesen, erklärt sie. „Das Endprodukt braucht Zusammenarbeit und Mithilfe. Jeder bringt sich mit seinem Talent und seinen Möglichkeiten ein.“ Die Kinder hätten tatsächlich sehr viel selbst organisiert und nicht nur für sich, sondern auch für andere Ideen entwickelt. Zum anderen habe das Stück vielen Kindern die Möglichkeit geboten, über sich selbst hinauszuwachsen, an Selbstbewusstsein zu gewinnen. „Wer nicht spielen wollte, hat seinen Platz in anderen Aufgaben gefunden und schnell die Erfahrung gemacht, dass dieser Beitrag mindestens genauso wichtig ist.“

Auch wenn die Kinder die Themen des Unterrichts schon längst wieder vergessen hätten, bleibe ihnen dieser Auftritt in Erinnerung. „Sie sind stolz, gestärkt und hatten jede Menge Spaß“, freut sich Jasmin Dahm und bereut nicht eine Minute, die sie mit den Kindern in diese Arbeit investiert hat.

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