Die Höhner bestreiten „irgendwie ein Heimspiel“

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
5343904.jpg
„Die Höhner“ während ihres Gastspiels im Rahmen ihres 40. Bandjubliläms in der Erkelenzer Stadthalle. Foto: Sommer

Erkelenz. „Höhner 4.0“ ist keine neue Software oder ein App fürs Smartphone, sondern kölsche Stimmungsmusik pur. Die Höhner touren zum 40. Bandjubiläum, das sie im vorigen Jahr feierten, durch die Lande, um es auch außerhalb der Karnevalszeit krachen zu lassen. Nun war die Stadthalle in Erkelenz dran.

Und wie es sich gehört, wenn man zu den Urgesteinen der Kölner Musikszene geht, ließen es die sechs Musiker vom ersten Akkord an rundgehen. „Ohne dich geht es nicht“ gab es gleich zum Auftakt. Und schon fühlten sich die Besucher um einige Wochen zurückversetzt in die fünfte Jahreszeit. Dabei sind die Höhner an sich keine reine Karnevalsband, auch wenn ihre Hits während der närrischen Jahreszeit rauf und runter gedudelt werden, bis man sie eigentlich nicht mehr hören kann.

Im Publikum standen die feierfreudigen Generationen nebeneinander und schunkelten, klatschten und sangen vom ersten Ton an mit. Denn wo die Höhner auftreten, ist immer „irgendwie ein Heimspiel“, so Sänger Henning Krautmacher. Er plauderte zwischen den Stücken immer wieder aus dem Nähkästchen und verteilte Kalenderspruchweisheiten am Fließband. Den Höhner-Klassiker „Echte Fründe“ kündigte er mit der Erkenntnis an, dass Freunde Menschen seien, „die dich mögen, obwohl sie dich kennen“.

In der Moderation wechselte er sich ständig mit Bassist Hannes Schöner ab, der der Band seit 1990 angehört. Gemeinsam beschworen sie die „wilden Zeiten“ herauf, als ob es kein Morgen gäbe. Zu dem Dubliners-Hit „Dirty old town“ sangen sie ganz kölsch und ein kleines bisschen melancholisch „Isch luur disch jähn aan“. Wenn es dann drohte zu rührselig zu werden, bekamen die Jungs aber immer wieder die Kurve und mit Stücken wie „Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin“ und „Nimm mich so wie ich bin“ die Halle zum Kochen.

Für einiges Erstaunen sorgte Jens Streifling, der 2003 von BAP zu den Höhnern kam und sich durch seine musikalische Vielseitigkeit auszeichnet. Denn neben der Gitarre spielte er auch Mundharmonika, Saxophon und Mandoline. Weiterhin gehören Schlagzeuger Janus Fröhlich, Gitarrist John Parson und Peter Werner am Keyboard. Gemeinsam ließen sie musikalisch 40 Jahre Bandgeschichte Revue passieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert