Die Gangelter Feuerwehr muss im Jahr 2015 seltener ausrücken

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Probe für den Ernstfall: Die 35 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Gangelt üben hier einen Einsatz. Seit dem 1. Januar 2015 dürfen schon Zehnjährige bei der Feuerwehr mitmachen. Das Eintrittsalter wurde gesenkt, um die Jugend zu stärken. Foto: Feuerwehr Gangelt/ Oliver Thelen
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Frische Fahrzeuge: Im Jahr 2015 wurden alte Einsatzwagen ersetzt und neue eingeweiht.

Gangelt. Das vergangene Jahr war für die Feuerwehr Gangelt etwas ruhiger als die Vorjahre. Dennoch war es für die 179 aktiven Feuerwehrleute nicht weniger arbeitsintensiv.

Auch die 45 Mitglieder der Ehrenabteilung waren im Jahr 2015 nicht weniger aktiv als ihre jüngeren Kameraden. Auch wenn sie sich eigentlich schon in der Feuerwehrrente befinden, engagierten sie sich in den einzelnen Vorständen und standen den anderen Kameraden mit Rat und Tat zur Seite.

Genauso zeigte die Jugend im vergangenen Jahr viel Einsatz. Somit tragen die 35 jungen Kameraden der Jugendfeuerwehr dazu bei, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Gangelt zurzeit nicht um ihren Nachwuchs sorgen muss. Jetzt war es für die Feuerwehr Gangelt an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gangelt wurden im vergangenen Jahr 105 Mal per Funkmeldeempfänger zu Einsätzen alarmiert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang der Alarmierungen um 31 Einsätze, weil die Zahl im Jahr 2014 noch bei 136 Einsätzen lag. Ein Grund dafür ist, dass Ölspuren während der Betriebszeiten des Bauhofes durch dessen Mitarbeiter beseitigt werden.

Mit 47 Alarmierungen war die Löscheinheit Gangelt an den meisten Einsätzen beteiligt. Dicht gefolgt von der Löscheinheit Stahe-Niederbusch, die im vergangenen Jahr zu 43 Einsätzen ausrücken musste.

Gemeinsam bilden die beiden Einheiten den Zug eins der Feuerwehr Gangelt. Der Zug zwei besteht aus den Löscheinheiten Birgden (35), Kreuzrath (11) und Schierwaldenrath (26). Im Zug drei sind die Löscheinheiten Breberen (27), Hastenrath (19) und Langbroich-Harzelt (21) zusammengefasst. Der Fernmeldedienst der Feuerwehr Gangelt war mit dem Einsatzleitwagen an 24 Einsätzen beteiligt. Wie sich bereits imVorjahr abgezeichnet hat, hielten sich 2015 Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen in etwa die Waage.

Insgesamt 54 Mal rückten die freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Gangelt zu Brandeinsätzen aus. Anders als im Jahr 2014 war jedoch nur ein Großbrand zu verzeichnen. Dieser geschah am 1. August, als es zu einem Wohnungsbrand in einer Doppelhaushälfte in Birgden kam. Um technische Hilfe zu leisten, rückten die Einsatzkräfte insgesamt 51 Mal aus.

Bei diesen Notrufen ging es in der Regel um Verkehrsunfälle sowie um Sturm- und Wasserschäden. Ebenso zählt dazu auch die Beseitigung von Ölspuren außerhalb der Betriebszeiten des Bauhofs der Gemeinde Gangelt.

Achtmal wurden Einheiten der Feuerwehr Gangelt zur Unterstützung anderer Behörden und Organisationen angefordert. Dabei kam in der Regel die Drehleiter zur Anfertigung von Luftbildaufnahmen oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes zum Einsatz.

Zwei Gerätewagen-Transport ersetzen seit November vergangenen Jahres zwei etwa 25 Jahre alte Fahrzeuge der Löscheinheiten Breberen und Stahe-Niederbusch. Zudem erhielt Günter Paulzen als Leiter der Feuerwehr Gangelt einen neuen Kommandowagen.

Auch die Mitglieder der Feuerwehr sind mit einer Neuheit in das Jahr 2015 gestartet. Seit Jahresbeginn treten die Mitglieder in neuer Dienstbekleidung auf. Wegen eines Runderlasses des Landesinnenministeriums NRW wurden die Feuerwehrleute der acht Löscheinheiten in der Gemeinde Gangelt neu ausgestattet.

Ein Schwerpunkt der Arbeit lag im vergangenen Jahr auf der Ausbildung neuer Feuerwehrmitglieder. Neben einem Grundlehrgang wurden auch ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger und ein Kreislehrgang in technischer Hilfeleistung angeboten. Außerdem wurden zwei Mitglieder der Feuerwehr Gangelt in Heinsberg zu Drehleiter-Maschinisten ausgebildet.

Auch auf die Brandschutzaufklärung junger Menschen hatte die Feuerwehr ein besonderes Augenmerk. Die Feuerwehrleute besuchten alle Kindergärten der Gemeinde Gangelt und der beiden Grundschulen in Breberen und Birgden. Auf diese Weise wurden über 100 Kinder über die Arbeit der Feuerwehr informiert. Zusätzlich informierten sie im Dezember rund 40 Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der Gangelter Turnhalle über die Arbeit der Feuerwehr in Deutschland. Dadurch sollten die Menschen auf die Wohnraumunterbringung vorbereitet werden.

Die jüngeren Feuerwehrleute traten besonders zu Beginn des Jahres in Erscheinung. Sie fuhren durch die Gemeinde und sammelten Weihnachtsbäume ein. Um die Jugend durch weitere Mitglieder zu stärken, wurde zum 1. Januar des vergangenen Jahres zudem das Eintrittsalter auf zehn Jahre gesenkt. Die Kinder und Jugendlichen werden seitdem in drei Gruppen betreut und gefördert.

Der Juni stand ganz im Zeichen der Löscheinheit Stahe-Niederbusch. Die Dreidörfergemeinschaft feierte zusammen mit der Löscheinheit das 75-jährige Bestehen der Feuerwehr in Stahe. Ebenfalls im Juni wurde der Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Gangelt zum zweiten Mal fortgeschrieben. Dieser bildet bis zum Jahre 2020 die Grundlage für die Feuerwehr in der Gemeinde.

Die Arbeit der Feuerwehr Gangelt auf Verbandsebene wurde im Jahr 2015 noch einmal auf eine neue Stufe gehoben. Zum 1. Juni wurde der Leiter der Feuerwehr Gangelt, Günter Paulzen, zum stellvertretenden Kreisbrandmeister bestellt. Auch Oliver Thelen hatte einen Grund zum Feiern. Er wurde zum kommissarischen Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt.

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