Wassenberg - Die Ferien bringen jede Menge Theater

Die Ferien bringen jede Menge Theater

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Das Märchen der Kinder drehte sich um Bäckerin Sophia, den Hund Grunniberd, einen Schmied und vergiftete Brötchen. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Sich in nur vier Tagen ein Märchen auszudenken, es aufzuschreiben und es dann auch noch in vier Teilen auf die Bühne bringen, das ist alles andere als leicht. Doch 25 Kindern im Alter zwischen 10 bis 14 Jahren ist das im Rahmen eines Theaterprojekts in Wassenberg hervorragend gelungen.

Gefördert vom „Kulturrucksack NRW“, einer Initiative zur Förderung der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche, kooperierten in diesem Projekt das evangelische Kinder- und Jugendzentrum Campanushaus in Wassenberg, das städtische Jugendzentrum in Wassenberg und das Kreisjugendamt.

Unter der Leitung von Melanie Palm (Campanushaus), Patrick Geiser (Jugendzentrum) und Brigitte Hocks (Kreisjugendamt) wurden zunächst an einem Wochenende zwölf sogenannte Teamer geschult, je drei für die vier Gruppen im Projekt. Danach entwarf zu Beginn der ersten Osterferien-Woche zunächst jede Gruppe ein eigenes Märchen. Eines davon, „Das Märchen von der Bäckerin Sophia und den vergifteten Brötchen“ wurde dann für die Aufführung in der evangelischen Kreuzkirche gemeinsam ausgewählt.

In der Kirche begrüßte Pfarrerin Sabine Frauenhoff die jungen Darsteller, ihre Betreuer sowie das Publikum, das natürlich überwiegend aus Eltern und Großeltern bestand.

„Ich bin ein bisschen stolz“, erklärte die Pfarrerin zu Beginn ihrer Begrüßung. Die Kreuzkirche werde in diesem Jahr 50 Jahre alt. Zum einen sei sie ziemlich sicher, dass darin noch nie ein Märchen aufgeführt worden sei, zum anderen sei das natürlich ein tolles Geburtstagsgeschenk für die Kirche.

„Ihr seid alle Schauspieler geworden“, erklärte Dirk Windbergs, Theaterpädagoge aus Viersen, den Kindern dann, bevor es richtig losging. Er hatte das Stück mit ihnen einstudiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Bäckerin Sophia und ihr Hund Grunniberd. Sophia verkauft plötzlich keine Brötchen mehr, weil im Dorf das Gerücht umgeht, dass ihre Brötchen vergiftet seien. Nur der Schmied holt weiterhin seine Brötchen bei ihr und beweist, dass sie nicht vergiftet sind.

Doch dann, nachdem alle Dorfbewohner wieder ihre Brötchen kaufen, erkrankt tatsächlich ein Mädchen an einem vergifteten Brötchen. Zunächst Hund Grunniberd und dann auch Sophia machen sich auf die Suche nach dem Übel. Sie entdecken das Versteck einer Hexe, die tatsächlich Sophias Brötchen nachts stiehlt und vergiftet.

Beide werden von der Hexe eingesperrt, schließlich aber vom Schmied wieder aus ihrem Gefängnis befreit. „… und es dauerte nicht lange, bis der Schmied Sophia heiratete“, endet die Geschichte. „So war im kleinen Dorf, im schönen Tal wieder alles in Ordnung, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute in Zufriedenheit und Glück.“

„Mit dem Ergebnis hätten wir alle nicht gerechnet“, freute sich Patrick Geiser am Ende des Auftritts. „Das ist wirklich ein respektables Stück geworden.“

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