Die Bemühungen zum moderaten Sparen tragen in Erkelenz Früchte

Von: kl
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Zufrieden mit der Finanzlage in Erkelenz ist Kämmerer Norbert Schmitz. Für ihn besteht überhaupt kein Grund zur Nervosität. Foto: kl

Erkelenz. Mit der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagments (NKF) ist für die Kommunen im Land NRW zwingend vorgeschrieben, dass sie ab 2010 jeweils zum Stichtag 31.12 eines jeden Jahrs einen Gesamtabschluss aufzustellen haben. Den für 2012, in den nicht nur der Jahresabschluss der Stadt, sondern auch die der Kultur GmbH, des Abwasserbetriebs und der GEE einfließen, leitete Kämmerer Norbert Schmitz als Entwurf nunmehr dem Rat zu.

Der leitete ihn einstimmig zur Prüfung an das Rechnungsprüfungsamt weiter. Der Kämmerer ist zufrieden mit der Bilanz des vergangenen Jahres, auch wenn sie im Gesamtergebnis ein Minus von rund 2,2 Millionen Euro aufweist.

„2011 hatte das Minus rund 4,8 Millionen Euro betragen. „Trotz des negativen Betrages ein durchaus erfreuliches Ergebnis, basiert dieses doch allein auf 11,1 Millionen Euro Abschreibungsbeträgen“, erläutert der Kämmerer. Nach dem früheren Rechnungswesen hätte das dazu geführt, dass eine nicht unerhebliche „freie Spitze“ hätte gebildet werden.

Schmitz schlägt dem Rat vor, den Jahresfehlbetrag durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage auszugleichen. Diese Rücklage beläuft sich auf rund 7,8 Millionen Euro.

Zugleich baute Erkelenz Schulden ab – mehr als fünf Millionen Euro seit 2011. Auch dies ergibt sich aus den Zahlen, die dem Jahresabschluss für das Jahr 2012 zu entnehmen sind. Trotz eines Minusbetrags von rund zwei Millionen Euro.

Neben dem Schuldenabbau nannte er weitere Zahlen: Das im Haushalt geplante Minus von 3,1 Millionen Euro fiel nun um rund eine Million Euro geringer aus. Der Fehlbetrag von im Vorjahr 4,8 Millionen Euro konnte um 2,6 Millionen gesenkt werden.

Die Liquidität ist mit 3,9 Millionen Euro stabil auf Vorjahresniveau geblieben, so dass keine Liquiditätsdarlehen aufgenommen werden mussten. „Unser besonderes Augenmerk liegt immer auf der Werterhaltung des Vermögens“, meint Schmitz abschließend.

„Die Bemühungen zum ‚moderaten Sparen‘ tragen Früchte“, freute sich Bürgermeister Peter Jansen. Darauf habe man sich seinerzeit gemeinsam mit den Vertretern der Politik in der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Sparen geeinigt. „Solide Haushaltsverhältnisse und Handlungsspielräume ohne neue Schulden wünschen sich viele andere Kommunen“, betonte Jansen. „Wir in Erkelenz arbeiten dafür.“

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