Die Band Hätzblatt feiert ihr jeckes Bühnenjubiläum

Von: Helmut Wichlatz
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22 Jahre auf der Bühne – unter Karnevalisten nennt man das ein Jubiläum, und das feiert Hätzblatt natürlich mit Fans und mit Musik. Foto: hewi

Erkelenz. In der Zahlenkunde der Jubiläen haben die Rheinländer anderen etwas voraus. Denn „Zweimalelf“ ist hier mindestens so anerkannt wie Silberne oder gar Goldene Hochzeit. Ein solches Jubiläum feierte die Band Hätzblatt in der Stadthalle unter dem Motto „Hooray, Hooray und jeck dobei“.

2 x 11 Jahre auf der Bühne heißt auch, dass man einen Koffer voll mit Liedern hat, die man an einem solchen Abend gerne spielen würde. Und so ging es gleich mit Liedern wie „So muss das Leben sein“ und „Häs du et Hätz am rechte Fleck“ los, die die gute Laune von der Bühne gleich hinunterschwappen ließen zum Publikum. Das ging vom ersten Lied an mit ab, denn das Repertoire der Herzblätter kennt man aus 22 Jahren auf den Bühnen der Region und vor allem bei den unzähligen Sitzungen, auf denen die sechs Musiker schon für Stimmung gesorgt haben.

Von den Gründungsmitgliedern stehen heute nur noch Arnold Kowalski (Gesang und Gitarre) und Christopher Viehausen (Gesang und Keyboards) auf der Bühne. Nach und nach kamen der Bassist Udo Junker und Gitarrist Marco Winkler sowie Schlagzeuger David Venrath und schließlich Frontmann Tobias Graf dazu. Er beherrscht neben dem Gesang auch die „Quentschkommode“.

Im Laufe des Konzertes streuten die Musiker immer wieder Videos ein, die auf dem Weg durch die vergangenen beiden Jahrzehnte entstanden sind. Zum Beispiel das vom grandiosen Sieg bei der „Närrischen Hitparade“ des WDR. Da durfte natürlich auch lebende Hätzblatt-Geschichte nicht fehlen. In Gestalt von Ex-Frontmann Manni Baur sowie Wolfgang und Dietmar Kierchhoff enterten sie die Bühne und trugen Bandklassiker wie „Ne schöne Daach“, „Nordisch Walking“ und das „Knuutschleed“ vor, ohne die ein Hätzblatt-Konzert keines wäre.

Eine gute Figur machte aber auch Baurs Nachfolger Tobias Graf, der seit 2014 dabei ist und sein Handwerk aus dem Effeff versteht. Den Steg, der von der Bühne hinein in den Zuschauerraum führte, nutzte der agile Sänger ebenso wie der ihn und die anderen Bandmitglieder ständig umschwirrende und etwas nervige Kameramann.

Natürlich ließen es sich die Musiker nicht nehmen, auch das eine oder andere Lied zum Abend beizusteuern. Christopher Viehausen brachte „Cara mia“, während Gitarrist Kowalski sich der roten Lippen annahm, die man küssen soll. Bassist Udo Junker brachte mit dem „Meiers Kättche“ eine Hommage an die Bläck Föös. So entwickelte sich das Konzert zu einer vielseitigen Sightseeing-Tour durch mehr als zwei Jahrzehnte Hätzblatt.

Das Publikum ließ die Musiker nach dem über zweistündigen Konzert natürlich nicht ohne die eine oder andere Zugabe von der Bühne. Das Jubiläumsständchen von Hätzblatt war ein ausgezeichnetes Alternativprogramm zu Halloween und gleichzeitig eine willkommene Einstimmung auf die kommende fünfte Jahreszeit mit vielen „Zweimalelf“-Jubiläen.

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