Heinsberg - Dicker Batzen Geld für Projekt in Indien

Dicker Batzen Geld für Projekt in Indien

Von: defi
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Einen Spendenscheck über die stolze Summe von 18 058,49 Euro überreichten Schüler des Kreisgymnasiums der in der Region verankerten Hilfsorganisation „Shishu Mandir“. Foto: defi

Heinsberg. Die Hilfsorganisation „Shishu Mandir“ hat unter anderem ein Kinderheim in Südindien aufgebaut. Diese Initiative entstammt unserer Region. 1983 hatte das deutsch-indische Ärzteehepaar Dwarka Das und Hella Mundhra diesen Verein ins Leben gerufen. Die Vereinsvorsitzende Hella Mundhra wohnt in Schleiden.

Schüler des Kreisgymnasiums Heinsberg ließen „Shishu Mandir“ nun eine Spende in Höhe von 18.058,49 Euro zukommen. Da die Vereinsvorsitzende Hella Mundhra zurzeit in Indien ist, wurde sie bei der Scheckübergabe durch Schülersprecher Fiete Engels im Kreisgymnasium von ihrer Mitstreiterin Dr. Carolin von Sachs vertreten.

Schülerinnen und Schüler des Kreisgymnasiums hatten diese stolze Spendensumme bei einem Sponsorenlauf im Rahmen des Spiel- und Sporttages des Gymnasiums „erlaufen“. Auch Schulleiterin Annegret Krewald sowie der stellvertretende Schulleiter Joachim Lengert, der das Organisationsteam geleitet hatte, nahmen an der Feier teil.

Die Schüler des Kreisgymnasiums, die bei ihrem Sponsorenlauf von einigen Lehrern unterstützt worden waren, hatten die Idee, die Spende „Shishu Mandir“ zugute kommen zu lassen. Bei der Entscheidung für „Shishu Mandir“ hatte die Tatsache, dass sich der Verein nur aus Spenden finanziert und alle Spenden zu 100 Prozent in das Projekt fließen, die Schüler überzeugt.

Die Schulkonferenz des Kreisgymnasiums folgte dem Vorschlag auch deshalb gern, weil das Projekt ein sehr überzeugendes Konzept, nämlich die integrative Betreuung vom Kindergarten über eine solide Schul- und Berufsausbildung bis hin zum ersten eigenen Job, umsetzt.

Dr. Carolin von Sachs verband ihren Dank an die Schülerschaft mit einem interessanten Überblick über die derzeitige Arbeit des Vereins. Ein Kinderheim ist aus einem 1983 von Dwarka Das und Mundhra gegründeten kleinen Krankenhauses in einem Elendsviertel in Bangalore, Südindien, entstanden. Den Anstoß gab die Beobachtung, dass die Kinder in dem Krankenhaus zwar gesund gepflegt wurden, aber zu Hause von den Eltern oftmals nicht einmal annähernd gut versorgt werden konnten.

Neben dem Kinderheim wurde alsbald auch eine Schule gegründet, die zurzeit 200 Schüler besuchen. Die Schule wurde vor einigen Jahren durch ein Ausbildungszentrum ergänzt, das eine berufliche Ausbildung vermittelt und offen ist für Jugendliche der Umgebung.

In der Schule lernen und arbeiten Hindus, Christen und Muslime; Probleme aufgrund der unterschiedlichen Religionszugehörigkeit gibt es nicht. Trotz des steigenden Wohlstandes in Indien ist das Hilfsprojekt weiter notwendig, denn auch in Indien kommt dieser Zuwachs an Wohlstand bei den ärmeren Schichten nicht an. Die Schule genießt ein hohes Ansehen, die Nachfrage übersteigt die Anzahl der freien Plätze bei weitem.

Die Lehrer der Schule werden beraten von Lehrern aus Deutschland und fördern einen schülerzentrierten Unterrichtsstil, der in Indien eher unüblich ist. Die Dorfvorsteher der umliegenden Dörfer stehen hinter dem Projekt, nicht zuletzt, weil auch diese Dörfer von der Mithilfe bei der Entwicklung dörflicher Selbsthilfestrukturen profitieren.

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