Der Weihnachtsmarkt, der mit Rock lockt

Von: hewi
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„Hirschmadl“ nennt Elfi Essling ihre individuellen Taschen, die sie auf dem Kückhovener Weihnachtsmarkt anbietet. Weihnachtsmarktorganisator Rolf Hassel gefallen sie auch. Foto: hewi

Erkelenz-Kückhoven. Zugegeben: Der Ortsunkundige musste sich schon einige Mühe geben, um den Kückhovener Weihnachtsmarkt auf dem sogenannten „Roten Platz“ hinter der Kirche zu finden. Doch wenn er ihn einmal gefunden hatte, war er angenehm überrascht.

Denn mit zwölf Buden tut er sich zwar etwas klein aus. Doch da einige der Buden sich im Festzelt befinden, das die Organisatoren Rolf Hassel und Christian Nopper aufgestellt haben, ist man wenigstens vor Regen und Kälte geschützt.

„Es kann ja nicht sein, dass Kückhoven keinen Weihnachtsmarkt hat“, erklärt Hassel, wie er und sein Mitstreiter auf die Idee kamen. „Also haben wir selbst einen organisiert.“ Das war im vorigen Jahr. Der Kückhovener Markt unterscheidet sich von den Konkurrenten aus den umliegenden Ortschaften vor allem durch das Rockkonzert im Festzelt. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Band gefunden, die das Zelt rockt“, freut sich Nopper.

Designerin per Zufall

Ein Bummel über den Markt überzeugt den Besucher. Denn neben Dekorationen und winterlichen Naschereien wartet der Markt auch mit Besonderheiten auf. „Hirschmadl“ nennt die Jülicherin Elfi Essling ihre eigenwilligen Taschenkreationen aus alten Seesäcken. Zur Designerin wurde sie aus Zufall, wie sie berichtete. Denn zuerst hatte sie nur für sich eine Tasche genäht.

Bei einem Einkaufsbummel in Maastricht wurde sie dann in einer Boutique vom Besitzer angesprochen, ob sie ihm nicht 20 der Taschen nähen könnte. Konnte sie. Und so wurde sie Taschendesignerin und vor allem Weihnachtsmarktausstellerin. Die Taschen tragen oft noch die Namen oder Dienstnummern ihrer früheren Besitzer, werden aber gründlich gereinigt, bevor sie den strapazierfähigen Stoff mit bunten Stoffen indischer Saris oder anderen Textilien verziert. Auf dem Kückhovener Markt ist sie zum zweiten Mal mit ihren „Hirschmadl“-Kreationen.

Im Zelt ist am Stand von Kurt Heinrichs schon kurz nach der Eröffnung der Bär los. Wie im vorigen Jahr setzt der Kückhovener Gärtner wieder auf Weihnachtsdekorationen und die schönen Kleinigkeiten, die vor allem die weiblichen Marktbesucher ansprechen. „Drinnen gibt es schönen Schnickschnack und Glühwein“, erklärt ein männlicher Besucher das Angebot, bevor sich seine und die Wege seiner Gattin für die nächsten Minuten trennen.

Knifflige Fragen

„Wir haben darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist bei unserem kleinen Markt“, betont Mitorganisator Christian Nopper. Deshalb ist auch wieder Annette Sielschott vom „Haus der kleinen Forscher“ dabei. Sie lädt die kleinen Besucher zur Kückhoven-Rallye ein. In kleinen Gruppen sind die Kinder aufgerufen, den Ort zu erkunden und Antworten auf die gestellten Fragen zu finden. Auch Sielschott ist schon zum zweiten Mal dabei.

„Das Konzept des Weihnachtsmarktes ist überzeugend“, urteilt sie. Ihr Angebot hat im vorigen Jahr rund 20 Gruppen und Familien angesprochen, in diesem Jahr sollen es noch mehr werden, die den teilweise kniffligen Fragen auf den Grund gehen. Auf alle, die mitgemacht haben, warten am Ende kleine Geschenke und Überraschungen.

Nachdem im vorigen Jahr die „Remember Band“ für den rockigen Teil des Weihnachtsmarktes gesorgt hatte, konnten diesmal die „Kings for one day“ verpflichtet werden. „Weihnachtsmarkt mit fetziger Rockmusik ist auch eher selten hier in der Gegend“, sind sich Hassel und Nopper sicher.

Und weil der kleine Weihnachtsmarkt auf dem „Roten Platz“ hinter der Kirche nicht nur von den Kückhovenern gut angenommen wird, planen die beiden schon den nächsten Weihnachtsmarkt mit Rockmusik, Kunsthandwerk und Überraschungen für die Kinder.

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