Kreis Heinsberg - Der Verein „HS - ein Kreis hilft“ unterstützt Hochwasseropfer

FuPa Freisteller Logo

Der Verein „HS - ein Kreis hilft“ unterstützt Hochwasseropfer

Letzte Aktualisierung:
6607561.jpg
„HS – ein Kreis hilft“: Der Verein unterstützt Hochwasseropfer in Deutschland und Ungarn.

Kreis Heinsberg. Hochwasserhilfe in Deutschland und Ungarn, Soforthilfe für die Philippinen, ein Schulprojekt in Brasilien, Geld für 38 Hilfsorganisationen und Hilfsvereine sowie ein alter neuer Vorstand – so lässt sich die Jahreshauptversammlung vom Verein „HS – ein Kreis hilft“ auf einen kurzen Nenner bringen.

Rund 42.000 Euro hatte die Hilfsplattform nach einer Spenden­aktion im Frühsommer für Hochwassergeschädigte im Einzugsbereich von Elbe und Donau einsetzen können, wofür der Vorsitzende, Landrat Stephan Pusch, im Jahresbericht noch einmal ausdrücklich allen Spendern dankte. Die Spendengelder seien für Projekte im Rahmen der Schadensbeseitigung in der sächsischen Stadt Grimma, im sächsischen Ort Thallwitz sowie im ungarischen Partnerkreis Komárom-Esztergom gut angelegt.

Da die Kasse darüber hinaus dank der Spendenbereitschaft der Menschen und dem steigenden Bekanntheitsgrad von „HS - ein Kreis hilft“ gut gefüllt ist, wie auch Kassierer Thomas Pennartz bestätigte, konnte durch die Versammlung eine Soforthilfe für die Philippinen in Höhe von 5000 Euro bewilligt werden. Da ein Mitgliedsverein von „HS - ein Kreis hilft“, die Projektgruppe Malabon, auf den Philippinen tätig ist, kann das Geld auf direktem Wege über ­einen Geistlichen in das Notgebiet transferiert werden.

Herbert Schmerz von der Projektgruppe Malabon erklärte in der Versammlung: „Das Geld wird ohne Reibungsverluste im Krisengebiet ankommen, weil wir den Geistlichen seit vielen Jahren kennen.“ Dieser Geistliche betreut zahlreiche Hilfsprojekte und ist auch im jetzigen Krisengebiet aktiv.

Die zurzeit 38 Mitgliedsvereine konnten sich darüber hinaus über eine Gesamtausschüttung von 14.000 Euro freuen.

Kassierer Thomas Pennartz gab einen umfassenden Überblick über die Kassenlage und rief – wie auch Landrat Pusch – erneut zu Spenden auf, „damit wir auch im nächsten Jahr unsere angeschlossenen Hilfsvereine unterstützen können“. Die Kontonummer 31500 bei der Kreissparkasse Heinsberg (Bankleitzahl 31251220) sei inzwischen schon einigen Menschen geläufig, wie die zahlreichen Einzelspenden auch beweisen würden. Da die Kassenprüfer Ulrich Frieten und Heinz Meid eine einwandfreie Kassenführung bestätigten, stand der Entlastung des Vorstandes, die von Versammlungsleiter Dr. Hans Latour in die Wege geleitet wurde, nichts im Wege.

Bei den anstehenden Vorstandsneuwahlen wurden neben dem satzungsmäßigen Vorsitzenden, Landrat Pusch, auch die zweite Vorsitzende Maria Meurer, Geschäftführer Helmut Preuß und Kassierer Thomas Pennartz ohne Widerspruch wiedergewählt.

Der in Aachen lebende Brasilianer Uirá Pereira stellte in einer Power-Point-Präsentation das Schulprojekt in Manguieras vor. Das ist ein Stadtteil der Millionenstadt Salvador de Bahia. Pereiras Vater gründete vor 40 Jahren das Schulprojekt, das maßgeblich von den Eine-Welt-Läden in Gangelt und Hückelhoven sowie der Eine-Welt-AG in Erkelenz unterstützt wird. Kernpunkt der Betreuung ist das inzwischen zweistöckige Schulhaus, das aber auch als Gemeindezentrum dient. Pereira: „Die erste und zweite Etage haben wir nur dank der Unterstützung der Eine-Welt-Gruppen bauen können.“ Neben dem Schulunterricht werden dort Hausaufgabenbetreuung, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Alphabetisierung angeboten.

Ebenfalls finden dort Veranstaltungen und Feste für die Bürger statt. Pereira lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den deutschen Hilfsgruppen und seiner brasilianischen Heimat.

Allerdings übte Pereira auch Kritik: In Brasilien sei viel Geld vorhanden, so für den Bau der Stadien für die Fußball-WM. Leider werde das Geld in Brasilien nicht kanalisiert. Auch wenn er sich genauso auf die WM freue wie alle Brasilianer, so sehe er auch, dass für die Stadien Geld ausgegeben werde, für soziale Projekte in einem Stadtteil wie Manguieras aber nicht. Zum Abschluss seines Vortrags dankte Uirá Pereira allen Unterstützern von „HS – ein Kreis“ hilft und vor allem den Eine-Welt-Gruppen im Kreis Heinsberg für ihre große Hilfe.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert