Der Verein Eine-Welt-Laden bietet weltweit Hilfe zur Selbsthilfe

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Hückelhoven. Neben den üblichen Regularien standen bei der Mitgliederversammlung des Eine-Welt-Laden-Vereins Hückelhoven in der vergangenen Woche zwei Dinge im Mittelpunkt: Einmal die Neuwahl des Vorstandes und zum anderen ein ausführlicher Bericht von Bruno Bürger über seinen Besuch bei einigen Projekten des Vereins in Brasilien.

Ausgeschieden aus Altersgründen sind der bisherige erste Vorsitzende Dr. Hans Latour und die Kassiererin Renate Lippert, die dieses Amt seit Gründung des Vereins innehatte. In den neuen Vorstand wurden jeweils einstimmig gewählt: Bruno Bürger als 1. Vorsitzender; als sein Stellvertreter bleibt Hans Latour dem Verein verbunden; zur Kassierein wurde Angelika Meurer gewählt, zu ihrer Stellvertreterin Marita Bürger; Schriftfüherin bleiben Ulla Latour und ihre Stellvertreterin Hella Rüttgers; zu Beisitzerinnen wurden Hildegard Schelhaas und Renate Lippert gewählt.

Im Geschäftsbericht des (bisherigen) 1. Vorsitzenden wurden besonders die Teilnahme am Coffee-Stopp von Misereor, die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Hückelhoven und am Weihnachtsbasar in der Burg, das Kulturfest mit dem Thema Brasilien und die Teilnahme an der Aktion „Steilpass“ von Adveniat anlässlich der Fußball-WM in Brasilien, mit der ein Blick hinter die Fassade der WM geworfen und ein gerechtes Fairplay mit den Armen Brasiliens gefordert wurde, erwähnt.

Der Eine-Welt-Laden Hückelhoven fördert seit Jahren ein Vorschul-, Jugend- und Gesundheitsprojekt im Stadtteil Massaranduba-Mangueira in Salvador da Bahia, ein Zisternen-Projekt in Pilao Arcado im semi-ariden Gebiet des Sertao im Nordosten Brasiliens sowie ein Trauma-Hilfe-Projekt für Menschen mit politischen, häuslichen und sexualisierten Gewalterfahrungen in Betlehem in Palästina.

Bruno Bürger hatte jetzt die Gelegenheit, das Projekt in Salvador, das auch von der Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums unterstützt wird, nach vier Jahren wieder einmal zu besuchen. Vierzehn Tage lang lebte Bürger mitten in der ehemaligen Favela, die vor circa 40 Jahren auf einer Müllkippe entstanden war, und in der heute auf engem Raum rund 30.000 Menschen leben.

Dabei konnte er feststellen, welch wichtige Aufgabe dem vom Eine-Welt-Laden geförderten Gesundheitsposten zukommt, da sich im ganzen Stadtteil Mangueira kein Krankenhaus befindet und der Posto für viele die erste und oftmals einzige Anlaufstelle im Krankheitsfall ist. Hautnah konnte er auch erleben, wie den von Kriminalität und Drogenkonsum bedrohten Kindern und Jugendlichen in der Vorschule, den Jugendgruppen und vor allem auch in der eigens eingerichteten Fußballschule eine Alternative zur Straße geboten wird.

Besonders die Erkenntnis, dass die gespendeten Gelder zu hundert Prozent im Projekt ankommen und das gesamte Projekt mittlerweile zur Hälfte von staatlichen beziehungsweise kommunalen Stellen finanziert wird und damit immer weniger von der Unterstützung aus Deutschland abhängig ist, zeigte ihm, dass der eingeschlagene Weg der Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert. Wieder einmal wurde deutlich, wie wichtig der persönliche Kontakt zu den Projekten in Brasilen ist. Und im Verein wurden schon Überlegungen angestellt, wie man in absehbarer Zeit dem jetzigen Leiter der Projekte eine Besuch in Deutschlad finanzieren kann.

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